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Großbritannien Johnson lässt britische Regierungsmaschine für eine Million Euro neu lackieren

Premierminister Boris Johnson währen einer Rede im Parlament
Premierminister Boris Johnson währen einer Rede im Parlament
© Jessica Taylor / AFP
Boris Johnson mochte die graue Lackierung des britischen Regierungsflieger noch nie. Deshalb will der Premier ihm jetzt einen neuen Anstrich verpassen - für eine Million Euro. Mitten in der Wirtschaftskrise kommt das nicht bei allen gut an.

Inmitten einer der schlimmsten Wirtschaftskrisen lässt Großbritanniens Premierminister Boris Johnson seine Regierungsmaschine für einen Millionenbetrag neu streichen. Es werde mit Kosten von umgerechnet einer Million Euro gerechnet, sagte Johnsons Sprechers. Die bislang graue Maschine, die sich der britische Regierungschef mit der königlichen Familie teilt, soll in den Farben der Landesflagge in neuem Glanz erstrahlen.

In den Kosten enthalten sei auch die Entwicklung des Designs, das "Großbritannien besser widerspiegeln soll, ohne die wichtige militärische Rolle des Flugzeugs zu gefährden", führte der Sprecher weiter aus. Bereits 2018 als Außenminister hatte sich Johnson über das Aussehen des Fliegers beklagt und bemängelt, dass er den schmucklosen "grauen" Airbus mit der damaligen Premierministerin Theresa May teilen musste.

Heftige Kritik der Opposition

Die Entscheidung Johnsons, mitten in der Corona-Pandemie und dem daraus folgenden massiven wirtschaftlichen Abschwung Steuergelder für die Neulackierung auszugeben, stieß auf heftige Kritik der Opposition. "Anstatt die schädliche Politik, die Millionen in die Armut getrieben hat, rückgängig zu machen, ist der Premierminister eher daran interessiert, Geld für sein eigenes Eitelkeitsprojekt, ein Luxus-VIP-Flugzeug, aufzutreiben", sagte Ian Blackford, Fraktionschef der Schottischen Nationalpartei (SNP).

Der Sprecher Johnsons verteidigte die Ausgaben und betonte, dass das Flugzeug in Großbritannien lackiert werde. "Die gesamte Arbeit wurde im Vereinigten Königreich geleistet, was den britischen Lieferanten direkt zugute kommt."

tis AFP

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