In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat ein Selbstmordattentäter einen ausländischen Truppenkonvoi in der Nähe der US-Botschaft angegriffen. Dabei wurden drei Soldaten der Nato-geführten Isaf-Truppe getötet. Außerdem wurden 13 Zivilisten verletzt, teilte die Isaf in einer Erklärung mit. Über der Stadt stieg eine große Rauchwolke auf.
Die heftige Explosion ließ Gebäude im Zentrum Kabuls erzitterten, an der US-Botschaft ertönte Sirenenalarm. Rettungswagen rasten durch die Stadt. Ein Fahrzeug aus dem Konvoi wurde durch die Detonation von der Straße geschleudert und völlig zerstört.
Taliban bekennt sich zu dem Anschlag
Der stellvertretende Innenminister Mohammad Ayoub Salangi hatte bereits auf Twitter von einem Selbstmordattentäter gesprochen. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.
Es war die schwerste Attacke in Kabul seit Wochen. Stunden Zuvor hatten sich die Kontrahenten im Streit um das afghanische Präsidentenamt nach offiziellen Angaben auf einen Kompromiss verständigt. Ein Sprecher des scheidenden Präsidenten Hamid Karsai sprach von einem "Durchbruch". Um das Wahlergebnis gibt es seit Monaten Streit.