VG-Wort Pixel

Kämpfe in der Türkei Zehn Soldaten sterben bei PKK-Angriffen


Bei Kämpfen im Südosten der Türkei sind Sicherheitskräfte und Rebellen der kurdischen PKK getötet worden. Der Kurdenkonflikt hatte sich in den letzten Wochen weiter verschärft.

Bei einem Angriff der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK sind im Südosten der Türkei zehn Soldaten und 20 kurdische Rebellen getötet worden, berichteten türkische Medien unter Berufung auf die Behörden in der Provinz Sirnak am Montag. Die PKK-Kämpfer hätten in der Nacht eine Polizeistation und eine Kaserne in der Stadt Beytüssebap angegriffen.

Die Kämpfe zwischen der türkischen Armee und der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) haben in den vergangenen Monaten zugenommen. Einige türkische Regierungsvertreter sehen einen Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Syrien. So werfen sie dem dortigen Präsidenten #link;www.stern.de/politik/baschar-al-assad-90282062t.html;Baschar al Assad# und kurdischen Gruppen in Syrien vor, die PKK direkt zu unterstützen. Assad hat erklärt, er habe der von der Türkei, der Europäischen Union und den USA als terroristische Organisation eingestuften Gruppe keine Erlaubnis gegeben, von syrischem Territorium aus zu agieren.

Assad versucht seit eineinhalb Jahren einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. Der einstige Partner Türkei ist inzwischen von ihm abgerückt. Die PKK kämpft seit fast drei Jahrzehnten für einen eigenen Kurden-Staat. Dabei kamen bislang mehr als 40.000 Menschen um. Allein seit Juni vergangenen Jahres waren es nach Einschätzungen der Denkfabrik Crisis Group 800 Todesopfer, darunter 85 Zivilisten.

kave/AFP/Reuters Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker