Kalifornien Buschfeuer auf den Millionärshügeln


Einen Monat nach den verheerenden Buschbränden in Südkalifornien lodern erneut die Flammen. Betroffen ist vor allem die Millionärs-Siedlung Malibu nördlich von Los Angeles. Ein Buschfeuer hat in dem Küstenort 49 Häuser in Schutt und Asche gelegt.

Rund einen Monat nach den verheerenden Waldbränden in Kalifornien stehen Teile des US-Bundesstaats erneut in Flammen. Im Nobel-Küstenort Malibu - wo zahlreiche Hollywood-Stars zu Hause sind - fielen Dutzende Villen einem Buschfeuer zum Opfer, das sich nach Angaben der Behörden von starken Winden angefacht ausbreitete und zunächst nur schwer unter Kontrolle zu bekommen war. Etwa 15.000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Der örtliche Feuerwehr-Chef Michael Freeman sprach von einer gefährlichen Situation. Bis zum Abend war ein Viertel der Brände gelöscht

"Da oben ist es wie beim Weltuntergang"

Insgesamt waren mehr als 1700 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie wurden von Hubschraubern und Löschflugzeugen unterstützt. In Erwartung der warmen und trockenen Santa-Ana-Winde hatten die Behörden schon vorab Hunderte Feuerwehrleute in Alarmbereitschaft versetzt. "Ohne diese Vorsichtsmaßnahme hätten wir weitaus mehr Häuser verloren", sagte ein Vertreter der Feuerwehr. Malibus Bürgermeister Jeff Jennings riet den Geflüchteten, frühestens Anfang der Woche in ihre Wohnorte zurückzukehren. Die höchste Alarmbereitschaft werde bis mindestens Sonntagmittag aufrecht erhalten bleiben.

"Da oben ist es wie beim Weltuntergang", schilderte der im Corral-Canyon lebende Filmproduzent Michele Ghersi seine Eindrücke. Sein Haus sei gerettet worden, die Anwesen mehrerer Nachbarn aber bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

Todesopfer gab es bislang nicht, allerdings wurden sechs Feuerwehrleute leicht verletzt. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt. Unbestätigt blieben Medienberichte, nach denen das Feuer auf einer Frei-Luft-Party junger Leute ausgebrochen ist. Im Oktober hatten in Kalifornien mehrere Tage lang etwa zwei Dutzend Waldbrände gewütet, durch die mehr als zehn Menschen ums Leben kamen und 2300 Gebäude zerstört wurden.

Reuters Reuters

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