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Konferenz in Indien: UN fordern Revolution im Umgang mit Plastik

Wir produzieren unvorstellbare Mengen an Plastikmüll und tun zu wenig. Nach Erkenntnissen der United Nations (UN) steht die Welt vor einer Müll-Krise. Am Dienstag wurde ein neuer Bericht in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi vorgestellt.

Plastikmüll am Strand von Mumbai, Indien

Plastikmüll am Strand von Mumbai, Indien. Während einer Konferenz in Neu Delhi forderte die UN mehr Engagement im Kampf gegen den Müll.

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Die Welt steht vor einer Plastikmüll-Krise. Zu diesem Schluss kommt ein am Dienstag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi vorgestellter -Bericht. Nur etwa neun Prozent der neun Milliarden Tonnen Plastik, die bislang weltweit hergestellt wurden, seien wiederverwertet worden, hieß es in dem Bericht. Sorgen bereitet den Vereinten Nationen vor allem die Verwendung von Einweg-Plastik: so seien jedes Jahr bis zu 5 Billionen Plastiktüten im Umlauf. 

fülle die Müllhalden und große Mengen an Plastikmüll fänden ihren Weg in die Ozeane, sagte der Chef der UN-Umweltbehörde UNEP, Eric Solheim, und forderte eine "Revolution". "Wir müssen das Verhältnis der Welt zu Plastik neu definieren." Plastik selbst sei nicht das Problem, sagte er. "Sondern was wir damit machen."

Konferenz in Indien: UN fordert Verbote und Abgaben beim Plastikmüll

Mit einem Tweet haben die UN zudem auf die schlechte Bilanz von Einweg-Plastik aufmerksam gemacht. "Einweg-Plastik wird im Durchschnitt nur 15 Minuten benutzt, bleibt aber in der Umwelt für bis zu 1000 Jahre", schreibt die globale Organisation.

In dem am Dienstag vorgestellten Bericht analysiert die UN Programme zur Reduzierung von in 60 Ländern und schlägt eine Reihe von Maßnahmen vor. Am effizientesten sind demnach gezielte Verbote und Abgaben. Allerdings sei ausschlaggebend, dass diese auch gut geplant und umgesetzt würden. Dies sei bislang aber oft nicht der Fall, so die UN. Der diesjährige Internationale Tag der Umwelt am Dienstag hatte den Kampf gegen Plastikmüll zum Thema.

sve / DPA