Labour-Parteitag Brown schließt Neuwahlen nicht aus


Seine große Popularität ermuntert den britischen Premier Gordon Brown offenbar, mit einer baldigen Neuwahlen zu kokettieren. Dazu passt auch, dass er beim Labour-Parteitag seine Visionen für die kommenden zehn Jahre erläutern will.

Der britische Premierminister Gordon Brown hat kurz vor einer mit Spannung erwarteten Rede auf dem Labour-Parteikongress in Bournemouth die baldige Ansetzung allgemeiner Wahlen nicht ausgeschlossen. In einem BBC-Interview wich Brown allerdings der Frage nach einem Termin für Neuwahlen aus. Vorrang habe, dass er seine wichtigen aktuellen Aufgaben als Premierminister wahrnehme und dass die Partei der Bevölkerung ihre politische Vision für die Lösung anstehender Probleme darlege, sagte er unmittelbar vor seiner ersten Parteitagsrede als Premierminister.

Labour in Umfragen deutlich vorn

Brown hatte im Juni Tony Blair nach zehn Jahren als Regierungschef und Labour-Vorsitzenden abgelöst. Vor den Delegierten im Seebad Bournemouth will er in einer Grundsatzrede die Vison einer politischen Führung Großbritanniens durch seine Partei "für die nächsten zehn Jahre" darlegen. Nach Meinungsumfragen liegt Labour derzeit deutlich vor der oppositionellen Konservativen Partei.

Eine am Montag von der Zeitung "Sun" veröffentlichte Umfrage sieht Browns Partei sogar mit acht Prozentpunkten in Führung. Zwei am Wochenende veröffentlichte Meinungsbilder gaben Labour jeweils einen Vorsprung von sechs Punkten. Nach britischen Medienangaben wird Brown von führenden Labour-Politikern gedrängt, jetzt Wahlen anzusetzen. In Medien wird derzeit über einen Termin Ende Oktober oder spätestens Anfang November spekuliert.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker