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Landarbeiter finden Leiche: Entführter kolumbianischer Gouverneur wurde aufgeschlitzt

Einen Tag nach seiner Entführung ist der kolumbianische Gouverneur Luis Francisco Cuéllar tot aufgefunden worden. Nach Medienberichten entdeckten Landarbeiter die Leiche neben einem ausgebrannten Wagen im südlichen Departamento Caquetá.

Einen Tag nach der Entführung von Luis Francisco Cuéllar durch eine mutmaßlich linksgerichtete Rebellengruppe ist die Leiche des Gouverneurs mit aufgeschlitzter Kehle gefunden worden. Das erklärten ein ranghoher Sicherheitsbeamter und die Frau des Ermordeten, Himeldo Galindo, am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Die Entführung des Gouverneurs von Caquetá am Montag war die erste Verschleppung eines ranghohen kolumbianischen Politikers seit 2002.

Präsident Alvaro Uribe trat am Abend mit finsterer Miene vor die Presse. Trotz allen Schmerzes gelte es einmal mehr, die Entschlossenheit zu betonen, die Terroristen zu besiegen, sagte der Staatschef. Die Terroristen hätten Cuéllar offenbar die Kehle aufgeschlitzt, um einem Feuergefecht mit den Sicherheitskräften zu entgehen.

Die Regierung hatte nach der Entführung eine groß angelegte Suchaktion angeordnet, um den 69-jährigen Cuéllar zu retten. Mehr als 2.000 Soldaten und Polizisten durchkämmten das nahe Dschungel-Hochland. Die Leiche Cuéllars wurde schließlich unweit der Hauptstadt Florencia gefunden, rund 380 Kilometer südöstlich von Bogotá.

Laut Polizei wurde der 69-Jährige von einer Gruppe von acht bis zehn linksgerichteten Rebellen entführt. Sie kamen am Montagabend mit einem Geländewagen zum Haus des Gouverneurs in der südkolumbianischen Provinzhauptstadt Florencia. Dort töteten sie einen Wachmann und sprengten die Tür auf. Der Gouverneur wurde im Schlafanzug aus dem Haus gezerrt. Laut Verteidigungsminister Gabriel Silva steckten die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) hinter der Tat. Die Provinz Caquetá galt lange Zeit als eine Hochburg der FARC.

AP/AFP / AP
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