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Baltikum rüstet sich Lettland und Estland bereiten sich auf "hybriden Krieg" vor


Aus Furcht vor einem Übergriff Russlands haben sich die baltischen Staaten Estland und Lettland gewappnet. Beide Länder hätten Vorkehrungen gegen einen sogenannten "hybriden" Krieg getroffen.

Lettland und Estland sind angesichts der gemeinsamen Grenze zu Russland auf die Möglichkeit eines "hybriden" Krieges vorbereitet. "Unsere internen Einsatzpläne beinhalten ein derartiges Szenario", sagte der lettische Verteidigungsminister Raimonds Vejonis im lettischen Fernsehen.

Als Hybridkrieg gilt eine Kriegsführung mit Soldaten und militärischer Ausrüstung ohne Hoheitsabzeichen, die von Desinformationskampagnen und Cyberattacken unterstützt wird.

"Wir haben zur Kenntnis genommen, was in der Ukraine passiert ist", sagte Vejonis. Regierungschef Taavi Rõivas sagte, auch Estland habe Vorkehrungen getroffen und "seine Verteidigung sorgfältig geplant". Beide betonten aber, dass die militärische Bedrohung aufgrund der Nato-Mitgliedschaft gering sei. 

Der ehemalige Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte in einem Interview mit dem britischen "Telegraph" in der vergangenen Woche gewarnt, der russische Präsident Wladimir Putin könne einen hybriden Angriff in den baltischen Staaten wagen, um die Beistandsgarantie der Nato zu testen.

and/DPA DPA

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