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Libyens Proteste Neun Menschen sterben am "Tag des Zorns"


Vor fünf Jahren arteten die Demonstrationen gegen die Mohammed-Karrikaturen in Libyen in einen regimekritischen Protest aus. Viele Menschen wurden getötet und verletzt. Gestern zogen am "Tag des Zorns" die Libyer erneut auf die Straße. Dutzende wurden bei den Auschreitungen verletzt, neun Menschen starben.

Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind am Rande der Protesten gegen die Regierung des libyschen Staatschefs Muammar el Gaddafi am sogenannten "Tag des Zorns" mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. In Benghasi, der zweitgrößten Stadt des Landes, seien am Donnerstag sieben Menschen getötet worden, teilten die Rettungskräfte mit. In der Küstenstadt El Baida im Osten des Landes seien zwei Menschen ums Leben gekommen, berichtete die Zeitung "Kuryna", die Gaddafis Sohn Seif el Islam nahesteht, unter Berufung auf offizielle Quellen.

In Benghasi, einer Hochburg der Opposition, kam es nach Angaben der Nachrichtenwebseiten El Jum und El Manara zu "gewaltsamen Zusammenstößen", bei denen 35 Menschen verletzt worden seien. In El Baida brannten "Kuryna" zufolge mehrere Autos. In der Stadt Sentan südwestlich der Hauptstadt Tripoli gerieten nach Angaben der Zeitung eine Polizeiwache, ein Gericht und Gebäude der Sicherheitskräfte in Brand. Mehrere Menschen seien festgenommen worden.

In Tripolis versammelten sich in der Nacht zum Freitag erneut hunderte Anhänger Gaddafis zu einer Kundgebung. Sie hielten Bilder des Machthabers und Transparente hoch mit der Aufschrift "Gaddafi Vater des Volkes" und "Die Menge unterstützt die Revolution und ihren Führer". Gaddafi, der das nordafrikanische Land seit 1969 regiert, wurde von der Menge euphorisch begrüßt, als er am Freitagmorgen zu einem kurzen Besuch auf dem Platz erschien. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von ähnlichen Kundgebungen in Benghasi, Sirte und weiteren Städten.

liri/AFP AFP

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