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+++Liveticker zu Libyen+++: Libyen spricht erneut von Waffenstillstand

Der Militäreinsatz in Libyen: Über Tripolis sollen Feuer zu hören sein, und Gaddafis Armee kündigt erneut einen Waffenstillstand an. Die Ereignisse im Liveticker.

+++ 23:45 Uhr: Gebäude von Gaddafis Residenz in Tripolis zerstört +++

In Tripolis ist ein Gebäude der Residenz von Machthaber Muammar el Gaddafi bei einem Angriff zerstört worden. Wie ein AFP-Reporter vor Ort am Sonntagabend berichtete, handelte es sich um ein Verwaltungsgebäude in dem Komplex. Es wurde demnach von einer Rakete getroffen.

+++ 20:09 Uhr: Libysche Streitkräfte sollen Waffenstillstand befolgen +++

Die libyschen Streitkräfte wurden nach Angaben eines Sprechers angewiesen, den ab sofort gültigen Waffenstillstand zu befolgen. Allerdings hatte Machthaber Gaddafi bereits am Freitag eine Waffenruhe angekündigt, diese aber nicht eingehalten.

+++ 19:25 Uhr: US-Repräsentantenhaus fordert Stellungnahme von Obama +++

Der Präsident des US-Repräsentantenhauses, der Republikaner John Boehner, fordert von Präsident Barack Obama eine Stellungnahme zum Einsatz in Libyen. Obama müsse dem amerikanischen Volk und dem Kongress erklären, welches Ziel der Einsatz in Libyen habe und wie es erreicht werden soll.

+++ 18:21 Uhr: Katar beteiligt sich an Luftangriffen +++

Katar hat nach Angaben des französischen Verteidigungsministeriums beschlossen, sich mit vier Flugzeugen am internationalen Militäreinsatz gegen Libyen zu beteiligen. Ein Ministeriumssprecher sagte am Sonntag in Paris, dies sei ein "entscheidender Punkt" und zeige "die arabische Teilnahme an der Operation". Die Intervention habe nur ein Ziel: den Schutz der Zivilbevölkerung vor dem libyschen Machthaber Muammar el Gaddafi. Frankreich setze einzig die Libyen-Resolution des UN-Sicherheitrats um, die zu diesem Zweck den Einsatz militärischer Gewalt ermöglicht, betonte Ministeriumssprecher Laurent Teisseire.

+++19:32 Uhr: Feuer über Tripolis+++

Über dem Stadtzentrum von Tripolis ist schweres Feuer aus Flugabwehrgeschützen zu hören. Das berichten Reporter.

+++ 18:16 Uhr: Wichtige Ziele ins Visier genommen +++

Bei den Luftangriffen der internationalen Koalition auf Libyen sind nach Angaben des einflussreichen US-Senators John Kerry die wichtigsten Luftabwehr-Stellungen der Truppen von Machthaber Muammar el Gaddafi angegriffen worden. "Was die Luftabwehr betrifft, sind die wichtigsten Ziele bereits ins Visier genommen worden", sagte der Vorsitzende des Außenausschusses des US-Senats am Sonntag bei einem Besuch in Kairo. Zugleich äußerte sich der Senator der Demokratischen Partei von US-Präsident Barack Obama zu Berichten, dass Gaddafi Zivilisten als menschliche Schutzschilde nutzen wolle. "Das ist das Handeln eines Terroristen, Frauen und Kinder in Gefahr zu bringen." Die US-Marine teilte derweil in Washington mit, dass sich an Bord des US-Kommandoschiffes "Mount Whitney" im Mittelmeer auch mehrere europäische Offiziere befinden. Sie seien an der Koordination der internationalen Luftangriffe beteiligt, hieß es in einer E-Mail des Kapitäns Dawn Cutler an die Nachrichtenagentur AFP.

+++ 18:11 Uhr: Nato streitet weiter +++

Die Nato streitet weiter über einen Einsatz des Militärbündnisses in Libyen. Bei einer Sondersitzung konnten sich die ständigen Nato-Botschafter am Sonntag in Brüssel zunächst nicht auf ein Mandat zur Überwachung der Flugverbotszone in Libyen einigen. Das berichteten Diplomaten. Mehrere Länder hätten Bedenken. Die Sitzung soll am späten Abend fortgesetzt werden.

Bislang bombardiert eine von Frankreich, Großbritannien und den USA geführte Koalition militärische Ziele in Libyen. Wichtige Nato-Mitglieder wie Deutschland und die Türkei beteiligen sich nicht an der Militäroperation. Großbritannien hat gefordert, dass das Kommando über den Militäreinsatz in Libyen möglichst schnell von den USA auf die Nato übergehen soll. Dagegen wehrt sich Frankreich laut Diplomaten gegen eine zu starke Rolle der Nato, weil das Bündnis einen schlechten Ruf in der arabischen Welt habe.

+++16:40 Uhr: Nato soll Kommando übernehmen+++

Das Kommando über den Militäreinsatz in Libyen soll nach dem Willen Großbritanniens möglichst schnell von den USA auf die Nato übergehen. "Ich hoffe, dass wir unter Nato-Kontrolle und unter Nato-Kommando kommen, auch wenn es keine Nato-Mission ist", sagt der britische Verteidigungsminister Liam Fox der BBC.

+++ 16:06 Uhr: Arabische Liga besorgt über zivile Opfer +++

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, hat Kritik am Einsatz der westlichen Militärallianz in Libyen geübt. Mussa, der die Mitgliedstaaten der Liga in der vergangenen Woche dazu gedrängt hatte, eine UN-Resolution für eine Flugverbotszone über Libyen zu unterstützen, sagte am Sonntag in Kairo: "Für den Schutz der Zivilisten braucht man keine Militäroperationen. Wir haben von Anfang an lediglich die Einrichtung einer Flugverbotszone gefordert, um die Zivilisten zu schützen, und um weitere Entwicklungen zu vermeiden."

Der ägyptische Politiker zeigte sich alarmiert über Medienberichte, wonach es bei den Angriffen in Libyen auch zivile Opfer gegeben haben soll. Er sagte, er habe jetzt offizielle, vollständige Informationen darüber angefordert. "Ich hoffe stark, dass ich diese schon sehr bald erhalten werde", fügte er hinzu.

+++ 15:34 Uhr: Nato berät über Einsatz in Libyen +++

Die Nato berät über die Flugverbotszone und die Beteiligung des Bündnisses an einem Einsatz in Libyen. Am Sonntag kamen erneut die ständigen Nato-Botschafter im Hauptquartier der Allianz in Brüssel zusammen, berichteten Diplomaten. Dabei ging es um die Details eines militärischen Eingreifens gegen den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi. Bei der Sitzung könnten die Botschafter ein Mandat für den Einsatz des Militärbündnisses beschließen. Seit Tagen laufen die Planungen für ein Eingreifen auf Hochtouren. Die Nato will damit das vom UN-Sicherheitsrat genehmigte Flugverbot über Libyen durchsetzen, aber auch die humanitäre Hilfe und das Waffenembargo absichern.

+++ 15:12 Uhr: Militäreinsatz dient nicht Gadaffis Sturz +++

Der Militäreinsatz internationaler Truppen in Libyen dient nach den Worten von US-Generalstabschef Michael Mullen nicht dem Sturz des libyschen Machthabers Muammar el Gaddafi. Ziel sei es, die libysche Zivilbevölkerung zu schützen, sagte Mullen am Sonntag dem US-Fernsehsender Fox. Um die Kampfkraft der Gaddafi-Truppen zu schwächen, plane die internationale Koalition, deren Nachschublinien anzugreifen, sagte Mullen dem Nachrichtensender CNN. "Seine Truppen sind recht gut verteilt zwischen Tripolis und Bengasi", sagte Mullen mit Blick auf die Hauptstadt im Westen des Landes und die Rebellenhochburg im Osten. Ab Montag werde versucht, den logistischen Nachschub zu unterbrechen. "Wir sind jetzt in einer Situation, in der das, was wir machen, zum Teil davon abhängt, was er macht", fügte Mullen mit Blick auf Gaddafis Strategie hinzu.

+++ 14:38 Uhr: Gaddafis Truppen in Misrata ++++

Gaddafis Truppen sind nach Augenzeugenberichten in das Zentrum der von Rebellen gehaltenen Stadt Misrata eingedrungen, die etwa 200 Kilometer östlich von Tripolis liegt. Mehrere Menschen seien bei den Gefechten getötet worden, sagt ein Anwohner der Nachrichtenagentur Reuters per Telefon. Ein Sprecher der Rebellen sagt, im Stadtzentrum seien Panzer eingedrungen. "Es gibt so viele Opfer, dass wir sie nicht zählen können."

+++ 14:28 Uhr: Scharfe Kritik aus Moskau wegen ziviler Opfer +++

Russland hat die Bombardierung strategischer Objekte wie Brücken beim internationalen Militäreinsatz gegen Libyen scharf kritisiert. Solche Luftschläge seien von der jüngsten UN-Resolution nicht gedeckt, erklärte das Außenministerium in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax am Sonntag. Ziel der Resolution sei der Schutz der Zivilbevölkerung in dem nordafrikanischen Land. Durch Luftschläge auf Brücken und andere nicht rein militärische Ziele seien bereits mindestens 48 Zivilisten getötet worden. Russland hatte sich - wie Deutschland - bei der Abstimmung über die Libyen- Resolution im UN-Sicherheitsrat am vergangenen Donnerstag enthalten.

+++ 13:51 Uhr: Libysche Regierung verteilt Waffen an Bevölkerung +++

Die libysche Regierung verteilt einer Meldung der Nachrichtenagentur Jana zufolge Waffen an eine Million Männer und Frauen. Die staatliche Agentur beruft sich auf Angaben aus Kreisen des Verteidigungsministeriums.

In Kreisen libyscher Gesundheitsbehörden wird die Zahl der Toten nach den Luftangriffen der Koalition mit 64 angegeben. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich.

+++ 13:38 Uhr: Angriff auf Bengasi soll gestoppt sein ++++

Die Angriffe von Gaddafi-Einheiten auf die Rebellenhochburg Bengasi sollen zum Stillstand gekommen sein. Das berichtet der US-Nachrichtensender CNN. Seit Beginn der Alliierten-Operation am Samstag habe es keine nennenswerten Attacken auf die Stadt in Ost-Libyen gegeben.

Unterdessen setzen US-Tarnkappenbomber die Luftangriffe auf libysche Truppen fort. CNN berichtet unter Berufung auf das Pentagon, dass 19 Kampfflugzeuge, darunter auch mehrere Stealth-Tarnkappenbomber, Attacken auf libysch Bodentruppen fliegen. Tarnkappenbomber können vom feindlichen Radar nur äußerst schwer erkannt werden. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

+++ 13:23 Uhr: Westerwelle verteidigt deutsche Position +++

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sieht Deutschland in der Libyen-Frage nicht isoliert. Der Eindruck, Deutschland stehe nach seiner Enthaltung im UN-Sicherheitsrat alleine in Europa da, sei "völlig falsch", sagte Westerwelle am Sonntag in Berlin. Auch andere Länder hätten ein "militärisches Mitwirken für sich ausgeschlossen", sagte Westerwelle. "Viele andere Länder, auch in der Europäischen Union, verstehen nicht nur unsere Haltung, respektieren sie nicht nur, sondern sie teilen sie und verhalten sich genauso." Als Beispiel nannte Westerwelle Polen. Der Bundesaußenminister bekräftigte, dass Deutschland die Ziele der in der Nacht zum Freitag verabschiedeten UN-Resolution teile. Der libysche Machthaber Muammar el Gaddafi müsse abtreten. Westerwelle forderte Gaddafi zudem auf, den verkündeten Waffenstillstand "endlich auch nachweisbar mit Taten" einzuhalten. Dass das libysche Volk leide, liege in der "Verantwortung des Diktators Gaddafi und seines Regimes".

+++ 13:13 Uhr: Nato kommt Einigung näher +++

Die Nato kommt einer Einigung über einen Einsatz des Militärbündnisses in Libyen näher. Militärs und Botschafter der 28 Länder seien in wesentlichen Fragen einer Meinung, doch einige Details seien noch offen, verlautete am Sonntag aus Brüsseler Diplomatenkreisen. Nach wie vor fehlt eine politische Einigung für ein Mandat. Die Botschafter wollten diese aber so bald wie möglich erreichen. Seit Tagen laufen im Brüsseler Nato-Hauptquartier Kriegsvorbereitungen, die Planungen sollen weitgehend abgeschlossen sein. Ziel der Nato werde sein, das vom UN-Sicherheitsrat genehmigte Flugverbot über Libyen durchzusetzen, hieß es.

+++ 12:56 Uhr: US-Generalstabschef - Luftangriffe erfolgreich +++

US-Generalsstabschef Mike Mullen sagte dem Fernsehsender NBC, die westlichen Luftangriffe seien bisher erfolgreich verlaufen. Eine Offensive von Gaddafis Truppen gegen Rebellen in Benghasi sein gestoppt worden. Derzeit gebe es keine Anzeichen, dass sich libysche Flugzeuge in der Luft befänden.

Ein Sprecher des französischen Verteidigungsministeriums sagte, Frankreich werde noch am Sonntag einen Flugzeugträger Richtung Libyen schicken.

+++ 11:59 Uhr: Tarnkappenbomber bombadieren Militärflugplatz +++

Amerikanische Tarnkappenbomber haben laut einem Medienbericht einen wichtigen Militärflugplatz in Libyen bombardiert. Die drei B-2 Flugzeuge hätten insgesamt 40 Bomben auf die Anlage abgeworfen, um einen Großteil der libyschen Luftwaffe zu zerstören, berichtete der US-Fernsehsender CBS. Zudem seien US-Kampfflugzeuge über Libyen auf der Suche nach Einheiten Gaddafis, die sie angreifen könnten. Es gab zunächst keine offizielle Bestätigung der Meldung.

+++ 11:52 Frankreich fliegt wieder Angriffe +++

Frankreich hat seine Luftangriffe auf Libyen am Sonntag wieder aufgenommen. Mehrere Kampfflugzeuge vom Typ Rafale und Mirage 2000 hätten am Morgen Libyen überflogen und Panzer von regierungstreuen Truppen angegriffen, berichteten Militärkreise. Die genauen Einsatzorte waren zunächst nicht bekannt. "Wir wollen dem libyschen Volk ermöglichen, sich zu befreien", hatte der französische Außenminister Alain Juppé am Vorabend im Sender TF1 betont. Er bekräftigte, dass ein Einsatz von Bodentruppen nicht geplant sei.

Der Flugzeugträger Charles de Gaulle soll am Sonntag in Toulon auf seinen Einsatz in Libyen vorbereitet werden. Das Schiff wird nach Angaben des Militärs mit etwa 20 Flugzeugen und Hubschraubern bestückt. Die Hubschrauber sind vor allem für die Bergung von Piloten gedacht, die sich im Fall eines Angriffs per Schleudersitz retten können. Die Fahrt über das Mittelmeer wird etwa 24 Stunden dauern. Der Flugzeugträger soll von drei Fregatten und einem Atom-U-Boot begleitet werden.

+++ 11:38 Uhr: Gaddafi-Truppen beschießen erneut Misurata +++

Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi haben ihre Angriffe auf das von ihnen eingeschlossene Misurata fortgesetzt. Die Stadt würde von drei Seiten mit Artilleriegeschützen beschossen, sagte ein Bewohner der BBC. Wohngebiete lägen unter schwerem Feuer. Der Beschuss stellt eine Verletzung der Weltsicherheitsratsresolution vom Donnerstag dar, die es den Gaddafi-Truppen verbietet, Zivilisten anzugreifen. Eine westliche Militärallianz hatte am Samstag damit begonnen, militärische Ziele in Libyen zu bombardieren. Misurata, 210 Kilometer östlich von Tripolis, ist Libyens drittgrößte Stadt. Sie wird von den Gaddafi-Gegnern kontrolliert.

+++ 11:23 Uhr: Gaddafi droht mit langem Krieg +++

Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi mit einem "langen, ausgedehnten Krieg ohne Grenzen" gedroht. In der am Sonntag im Staatsfernsehen übertragenen Audiobotschaft sagte der Revolutionsführer, "das gesamte Volk steht unter Waffen". "Wir sind die Sieger, ihr seid die Verlierer. Wir werden uns nicht vom Schlachtfeld zurückziehen, denn wir verteidigen unsere Erde und unsere Würde", sagte Gaddafi weiter. Die Regierungen in Paris, London und Washington würden fallen "wie Hitler und Mussolini" sagte Gaddafi. "Alle Tyrannen fallen unter dem Druck der Volksmassen." Wie aus französischen Militärkreisen verlautete, nahmen am Sonntag französische Kampfflugzeuge ihre Angriffe in Libyen wieder auf. Am Samstagnachmittag hatte eine internationale Koalition unter der Führung Frankreichs, Großbritanniens und der USA mit Angriffen aus der Luft und vom Wasser auf militärische Einrichtungen, Stellungen und Militärfahrzeuge Gaddafis begonnen.

+++ 10:11 Uhr: Zunächst keine weiteren Angriffe auf Tripolis ud Bengasi +++

Die internationalen Luftangriffe auf Ziele in den beiden größten libyschen Städten Tripolis und Bengasi sind am Sonntagmorgen zunächst nicht fortgesetzt worden. In den Morgenstunden war die Lage in der Hauptstadt Tripolis ruhig, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Auch in der zweitgrößten Stadt des Landes, der Rebellenhochburg Bengasi, gab es zunächst keine weiteren Angriffe. Einwohner Bengasis, die am Vortag vor Kämpfen zwischen den Aufständischen und den Truppen von Machthaber Muammar el Gaddafi geflohen waren, kehrten am Sonntag teilweise zurück.

+++ 9:47 Uhr: Verständnis für Kritik an deutscher Haltung +++

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) Verständnis für die Kritik an der deutschen Position geäußert. Die Frage sei berechtigt, ob Deutschland statt sich im Weltsicherheitsrat zu enthalten ähnlich wie seine Bündnispartner hätte abstimmen sollen, sagte Lammert am Sonntag im "Deutschlandfunk". Zumal zwischen der Zustimmung zu der Resolution und der Entscheidung über eine Beteiligung deutscher Soldaten an einem Militäreinsatz kein unmittelbarer Zusammenhang bestehe. Gleichzeitig verteidigte Lammert die deutsche Position. Er wies darauf hin, dass sich Deutschland bereits stark an internationalen Militäreinsätzen beteilige. Es gebe nur ganz wenige Länder, die ein vergleichbar hohes Engagement an so vielen Plätzen der Welt leisten würden, sagte der CDU-Politiker.

+++ 9:33 Uhr: Ausgebrannte Militärfahrzeuge auf der Straße nach Bengasi +++

Nach den Luftangriffen der westlichen Koalitionstruppen säumen Dutzende frisch ausgebrannter Militärfahrzeuge die strategisch wichtige Straße zwischen der Rebellenhochburg Benghasi und Adschdabija im Osten Libyens, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Gaddafi-Truppen hatten die Straße genutzt, um nach Benghasi vorzurücken.

+++ 8:44 Uhr: Mehrheit der Deutschen begrüßt den Militäreinsatz +++

Die Mehrheit der Deutschen unterstützt den Militäreinsatz gegen den libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi, ist aber gegen eine Beteiligung der Bundeswehr. Nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag von "Bild am Sonntag" finden 62 Prozent einen Militärschlag richtig, 31 Prozent sind gegen die militärische Intervention. Gleichzeitig befürworteten 65 Prozent, dass sich die Bundeswehr nicht an den Angriffen beteiligt, berichtete das Blatt. 29 Prozent sprechen sich demnach für eine deutsche Mitwirkung aus.

+++ 7:25 Uhr: US-Bomber sollen Flugplatz bombardiert haben +++

Drei US-Tarnkappenbomber haben nach Angaben des Fernsehsenders CBS bei dem Militäreinsatz 40 Bomben auf einen bedeutenden libyschen Flugplatz geworfen, der jedoch nicht näher identifiziert wurde. Ein Sprecher des Pentagon erklärte, ihm lägen keine Informationen über einen solchen Angriff vor.

Zum Nachlesen:

Tag 1 des militärischen Intervention in Libyen im Protokoll

ben/AFP/Reuters/DPA / DPA / Reuters