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Machtwechsel in der Ukraine: Hier stürzen die Lenin-Statuen

Sie galten als das Symbol russischer Bevormundung. Jetzt haben Regierungsgegner zahlreiche Lenin-Statuen in der Ukraine gestürzt und das Ende der prorussischen Ära Janukowitschs besiegelt.

ARCHIVBILD - Bereits am 8. Dezember 2013 musste diese Lenin-Statue in Kiew weichen. Befürworter der EU-Annäherung hatten den Begründer der Sowjetunion von seinem Sockel gerissen.

ARCHIVBILD - Bereits am 8. Dezember 2013 musste diese Lenin-Statue in Kiew weichen. Befürworter der EU-Annäherung hatten den Begründer der Sowjetunion von seinem Sockel gerissen.

Massenhaft stürzen Regierungsgegner in der Ukraine Lenin-Denkmäler als unerwünschtes Relikt der sowjetischen Vergangenheit. Seit Beginn der Massenproteste Ende November seien mindestens 40 Statuen des sowjetischen Revolutionsführers gekippt oder beschädigt worden, berichteten Medien in Kiew am Sonntag.

Aus rund zwei Dutzend Städten vor allem im proeuropäischen Westen des Landes seien Fälle bekanntgeworden. Lenin (1870-1924) gilt vielen Menschen in der Ukraine als Symbol des alten Regimes, dessen Vertreter noch im sowjetischen System groß geworden sind. Eines der bekanntesten Lenin-Denkmäler des Landes - eine 3,50 Meter hohe Figur in der Hauptstadt Kiew - hatten Demonstranten im Dezember gestürzt. Maskierte Unbekannte warfen damals dicke Stahlseile um die Granitstatue und rissen sie mit Rufen wie "Weg mit dem Henker des ukrainischen Volkes" vom Sockel. Wie Trophäen trugen Gegner des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch damals Splitter des Denkmals zum Hauptquartier der Regierungsgegner auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) der Millionenmetropole. Der als Wladimir Iljitsch Uljanow geborene Lenin führte 1917 die Große Sozialistische Oktoberrevolution an und gründete 1922 die Sowjetunion.

my/DPA / DPA
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