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Ergebnisse gehackt?: Computerexperten befürchten Manipulation von US-Wahl

Wurde die US-Wahl manipuliert? Eine Gruppe prominenter Computerexperten und Wahlrechtsanwälte will Unregelmäßigkeiten bemerkt haben - und Hillary Clinton zu einer Neuauszählung der Stimmen in drei Bundesstaaten drängen.

Der Wahlkampf war böse. Am Ende hatte Donald Trump gut lachen.

Der Wahlkampf war böse. Am Ende hatte Donald Trump gut lachen.

Verlauf und Ergebnis der diesjährigen US-Wahl sind hinlänglich bekannt. Rund zwei Millionen Stimmen liegt Hillary Clinton inzwischen vorne, sie wird, wenn das offizielle Endergebnis verkündet wird, erheblich mehr Stimmen bekommen haben als Donald Trump - und trotzdem unterlegen sein. So weit, so ungerecht mag man das vielleicht finden. Doch so ist eben das Gesetz. US-Präsident wird nicht, wer die meisten Stimmen erhält, sondern wer die meisten Wahlmänner gewinnt.

Nun hat eine Gruppe prominenter Computerexperten aber offenbar Unregelmäßigkeiten bei der Stimmauszählung entdeckt, die auf Manipulation hinweisen könnten. Genauer geht es um die drei umkämpften Bundesstaaten Michigan, Wisconsin und Pennsylvania, die knapp an Donald Trump gingen. Gemeinsam mit Wahlrechtsanwälten wollen die Experten die Demokratin nun dazu drängen, eine Neuauszählung der Stimmen in diesen drei Bundesstaaten zu fordern. Die Ergebnisse wichen hier auffällig ab, berichtet das "New York Magazine" unter Berufung auf eine Gruppe von Aktivisten. Es gebe ein Muster überzeugender Anhaltspunkte dafür, dass diese Ergebnisse manipuliert oder gehackt worden sein könnten. Das mache eine unabhängige Überprüfung nötig. Beweise habe man aber noch keine.

Sieben Prozent Abweichung

Die Ergebnisse in den drei Staaten sind sehr knapp. In Wisconsin habe Clinton der Gruppe zufolge in Bezirken mit elektronischer Stimmabgabe sieben Prozent weniger Stimmen erhalten als in Bezirken, die andere Wahlmethoden verwenden. Das summiere sich auf 30.000 Stimmen. Clinton verlor den Staat mit 27.000 Stimmen.

Der Bundesstaat Michigan (16 Wahlleute) ist nach wie vor nicht zu Ende ausgezählt, Trump liegt hier 0,3 Prozentpunkte vorne. In Wisconsin holte Donald Trump 10 Wahlleute und in Pennsylvania 20. Hier hatte er etwa einen Prozentpunkt Vorsprung. Er überschritt damit für viele völlig überraschend die nötige Zahl von 270 Wahlleuten und ist designierter US-Präsident. Im "Electoral College", der Gruppe der Wahlleute, liegt er bei 290 und Clinton bei 232.

Die Gruppe ist bisher nicht an die Öffentlichkeit getreten, dem Bericht zufolge will sie zunächst Clinton und ihr Umfeld überzeugen.

car / DPA