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Mariam al-Mansouri: Gefeierte Kampfpilotin von Familie verstoßen

International wurde Pilotin Mariam al-Mansouri dafür gefeiert, dass sie die Luftangriffe der Vereinigten Arabischen Emirate auf den IS anführte. Ihre Familie aber soll die junge Frau verstoßen haben.

Hey ISIS, du wurdest von einer Frau bombardiert. Einen schönen Tag noch!" Mit solchen Sprüchen und Bildern einer jungen, selbstbewussten Frau im Tarnanzug wurde Kampfpilotin Mariam al-Mansouri vergangene Woche in sozialen Netzwerken gefeiert. Die Frau aus Abu Dhabi führte die Luftangriffe der Vereinigten Arabischen Emirate gegen den Islamischen Staat in Syrien an - und erntete damit internationale Beachtung.

Doch die Familie der jungen Pilotin kann die Euphorie für den Einsatz der 35-Jährigen offenbar nicht teilen. Wie die "Daily Mail" berichtet, soll sie von ihren Angehörigen verstoßen worden sein. Die Zeitung beruft sich auf eine palästinensische Nachrichtenagentur.

"Stolz auf sunnitische Helden"

Demnach soll die Familie in einer Mitteilung ihre Sympathie für den Islamischen Staat bekundet und Verachtung für alle jene ausgedrückt haben, die an dem "brutalen" Einsatz in Syrien teilnehmen. "Wir sind stolz auf die sunnitischen Helden", soll es geheißen haben. Die IS-Miliz ist dieser Strömung des Islam zuzuordnen.

Ob die gesamte Familie von al-Mansouri dahinter steht und ob die Mitteilung überhaupt echt ist, ist allerdings nicht geklärt. Wie die "Daily Mail" jedoch weiter schreibt, soll es nicht das erste Mal sein, dass der al-Mansouri-Clan mit Extremismus in Verbindung gebracht worden sein soll.

Die Emirate und vier andere arabische Staaten greifen seit letzter Woche gemeinsamen mit der US-Luftwaffe Stellungen der IS-Terrormiliz in Syrien an.

kis
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