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Martin Shkreli: So will der "meistgehasste Mann des Internets" Trump zur Präsidentschaft verhelfen

Er ist der "meistgehasste Mann im Internet" und will uns jetzt Donald Trump schmackhaft machen - Martin Shkreli. Der Pharma-Unternehmer hat ein Angebot via Twitter gemacht, das jedem Musik-Fan einen guten Grund gibt, vielleicht doch für Trump zu stimmen. 

Martin Shkreli unterstützt Donald Trump

Martin Shkreli (l.) will das unveröffentlichte Album von Wu-Tang gratis ins Netz stellen, wenn Donald Trump Präsident wird 

Rassistisch, sexistisch und populistisch - dafür steht Donald J. Trump. Mit anderen Worten: nicht unbedingt ein Mann, dem man eines der wohl wichtigsten Ämter der Welt bedenkenlos anvertrauen würde. Ein Großteil der US-Wähler sieht das ähnlich, in aktuellen Umfragen liegt Hillary Clinton klar vor ihrem republikanischen Rivalen.

Und doch kommt jetzt der Geschäftsmann Martin Shkreli mit einem Angebot um die Ecke, das die Kräfteverhältnisse bei den Präsidentschaftswahlen womöglich noch einmal verschieben kann.

Martin Shkreli ist der "meistgehasste Mann im Internet"

Martin, wer? werden sich jetzt einige fragen. Shkreli ist ein US-amerikanischer Pharma-Manager, der im vergangenen Jahr dadurch in Verruf geraten war, weil er den Preis für ein wichtiges Aids-Medikament von 13,50 Dollar auf 750 Dollar pro Pille erhöht hat. Seitdem ist der 33-Jährige für viele der "meistgehasste Mann im Internet".

Der Sohn albanisch-kroatischer Einwanderer provoziert halt gerne. Dazu passt auch, dass er die einzig existierende Version eines Albums der Hip-Hop-Gruppe Wu-Tang Clan für zwei Millionen Dollar gekauft hat, nur um sie anderen Menschen vorzuenthalten.

Doch damit soll jetzt Schluss sein. Auf Twitter kündigte Shkreli an: "Wenn Trump Präsident wird, werde ich meine ganze Musik mit unveröffentlichten Tracks von Nirvana, den Beatles und Wu-Tang ins Netz stellen - und zwar for free."

Bei Clinton-Sieg will er das Wu-Tang Album zerstören

Das klingt für jeden Musik-Fan zunächst einmal verlockend. Ein Twitter-User bat noch darum, im Falle eine Clinton-Sieges immerhin das Wu-Tang-Album zu veröffentlichen, holte sich von Shkreli aber eine Abfuhr: "Dann breche ich die Platte einfach durch."

Warum der ganze Wirbel? Shkreli ist in Wahrheit alles andere als ein Trump-Anhänger. Er kann Hillary Clinton einfach nur nicht leiden. Die hatte nach Shkrelis für unverschämt gehaltener Preiserhöhung bei Medikamenten für chronisch kranke Patienten ein Preislimit von 250 Dollar gefordert. Daraufhin fielen die Aktienkurse der gesamten Pharmaindustrie in den USA -  und Shkreli war plötzlich in seiner eigenen Branche der Buhmann.

rpw