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NAHOST: Explosionen zweier Autobomben erschüttern Jerusalem

Wenige Stunden nach der Explosion einer Autobombe im Zentrum von Jerusalem ist am Sonntagmorgen in der Stadt eine zweite Bombe detoniert.

Wenige Stunden nach der Explosion einer Autobombe im Zentrum von Jerusalem ist am Sonntagmorgen in der Stadt eine zweite Bombe detoniert. Wie durch ein Wunder wurden bei der schweren Explosion nahe der gewöhnlich belebten Jaffa-Straße nur zwei Passanten leicht verletzt; mehrere Menschen erlitten einen Schock.

Vermutlich palästinensische Extremisten hatten das Auto mit Mörsergranaten, Nägeln und Gewehrkugeln präpariert. Kugeln und Nägel wurden durch die Wucht der Explosion bis zu 350 Meter weit geschleudert. Zum Glück explodierte keine der Granaten. Kurz nach dem Anschlag, zu dem sich die »Volksfront für die Befreiung Palästinas« sowie die »Islamische Dschihad« (Heiliger Krieg) bekannten, konnte die Polizei in der Nähe des Tatorts einen weiteren Sprengkörper entschärfen.

Die Bombe explodierte nicht weit von der Stelle, wo bereits am späten Samstagabend eine Autobombe detoniert war. Auch für diesen Anschlag hat inzwischen die radikale »Volksfront für die Befreiung Palästinas« die Verantwortung übernommen.

Jerusalems Bürgermeister Ehud Olmert forderte nach den beiden Anschlägen Ministerpräsident Ariel Scharon auf, die vor wenigen Tagen verkündete einseitige Waffenruhe der israelischen Armee in den Palästinensergebieten zu beenden. »Wir können so nicht weiter machen. Wir können nicht erlauben, dass unsere Hauptstadt im Belagerungszustand lebt«, sagte der Politiker.

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