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Nahost-Konflikt: Al-Aksa-Brigaden bekennen sich zu Attentat

Terroranschlag in Israel: Die militante Gruppe der Al-Aksa-Brigaden hat sich nun zu dem Attentat im südisraelischen Dimona bekannt. Bei dem Anschlag ist mindestens ein Mensch getötet worden. Es war das erste Attentat in Israel seit einem Jahr.

Zu dem Anschlag in der Wüstenstadt Dimona in Südisrael haben sich nun die militanten Al-Aksa-Brigaden bekannt. Die Gruppe mit Verbindungen zur Fatah-Partei des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas teilte dies in einer Mail an die Nachrichten-Agentur AP mit. Bei dem Selbstmord-Attentat ist mindestens ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Das teilten Polizei und Rettungsdienste mit. Wie der israelische Rundfunk unter Berufung auf die Polizei weiter mitteilte, ereignete sich der Anschlag in einem Einkaufszentrum. Dort betreibt Israel seinen streng geheimen Atomreaktor. Die Explosion ereignete sich jedoch nicht auf diesem Gelände.

Im Armeerundfunk erklärten Polizeisprecher, offenbar seien zwei Attentäter beteiligt gewesen. Nur einem sei es aber gelungen, seinen Sprengstoffgürtel zu zünden. Ein zweiter Attentäter sei eine halbe Stunde später nach Augenzeugenberichten aus einem Versteck gerannt. Ein Polizist habe den Mann mit mehreren Schüssen getötet, bevor dessen Sprengstoffgürtel explodieren konnte. Es handelt sich um den ersten Selbstmordanschlag in Israel seit Januar vergangenen Jahres. Bei dem Attentat eines Palästinensers kamen damals im Badeort Eilat vier Israelis ums Leben.

Der Anschlag löste Spekulationen aus, dass ein militanter Palästinenser die Verwirrung nach der Sprengung von Grenzsperren zwischen dem Gazastreifen und Ägypten ausgenutzt hat, um ins nahe gelegene Israel einzudringen. Israel hatte nach der gewaltsamen Öffnung der Grenze des Gazastreifens zu Ägypten vor rund zwei Wochen bereits auf die drohende Gefahr von Anschlägen durch palästinensische Selbstmordattentäter hingewiesen.

DPA/Reuters / DPA / Reuters