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Nahost-Konflikt: Israel lädt arabische Führer ein

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert will den Friedensprozess im Nahen Osten voranbringen. Dazu hat er die Führer der arabischen Welt zu einem Gipfeltreffen eingeladen. In der vergangenen Woche hatte die Arabische Liga Israel eine Normalisierung der Beziehungen angeboten.

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert will den Friedensprozess im Nahen Osten voranbringen und hat dazu die Führer der arabischen Welt zu einem Gipfeltreffen eingeladen. Sollte Saudi-Arabien ein Treffen moderater arabischer Länder organisieren und ihn dazu einladen, würde er auch dort gerne hinkommen, sagte Olmert am Sonntagabend auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ihm sei klar, dass auf einem solchen Gipfel nicht alle Länder die gleiche Position wie Israel vertreten würden, sagte Olmert. Aus dem jüngsten Vorschlag den Arabischen Liga, den Plan "Frieden für Land" wiederzubeleben, sei aber die Bereitschaft zur Anerkennung Israels herauszulesen.

Details für seinen Vorschlag nannte Olmert nicht. Auch war zunächst unklar, ob er damit auch Gesprächen mit Syrien zustimmten würde. Bislang hatte Israel zur Bedingung gemacht, dass Syrien seine Unterstützung für militante palästinensische und libanesische Gruppen einstellt.

Die USA treiben den Friedensprozess voran

In diplomatischen Kreisen hatte es zuletzt geheißen, die USA und Ägypten hätten Israel gedrängt, dem Beginn von Gesprächen mit einem Komitee moderater arabischer Staaten über die Voranbringung des Friedensprozesses zügig zuzustimmen. Auf Drängen von US-Außenministerin Condoleezza Rice hatte Olmert jüngst bereits zugestimmt, sich regelmäßig mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zu treffen.

Die Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern über eine Friedenslösung sind seit längerem festgefahren. Deshalb haben sich die diplomatischen Bemühungen darauf konzentriert, arabische Länder stärker in den Prozess einzubinden.

In der vergangenen Woche hatten die 22 Staaten der Arabischen Liga Israel eine Normalisierung der Beziehungen angeboten, wenn sich das Land vollständig aus den 1967 besetzten Gebieten zurückzieht. Der Plan "Frieden für Land" war erstmals 2002 von Saudi-Arabien vorgestellt worden. Dieses Mal erhoffen sich die arabischen Staaten mehr Unterstützung der USA und der EU. Israel lehnt die Rückkehr zu den Grenzen von 1967 aber ab. Auch das eingeforderte Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge in Gebiete, die heute in Israel liegen, akzeptiert der jüdische Staat nicht. Dennoch hatte sich Israel offen für Gespräche mit moderaten arabischen Staaten gezeigt.

Reuters