Neues Terror-Video Al Kaida droht wieder auf Deutsch


Im Internet ist ein weiteres Terror-Video aufgetaucht, in dem vermummte Kämpfer Deutschland, den anderen EU-Staaten und ihren Verbündeten mit Anschlägen und Vernichtung drohen. Einer der mutmaßlichen Al-Kaida-Terroristen kündigt einen Rachefeldzug auf Deutsch an.

Im Internet ist ein neues islamistisches Video aufgetaucht, in dem ein Vermummter Deutschland und der EU mit Anschlägen droht. Das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesinnenministerium bestätigten am Freitag die Existenz des Bandes, von dem die ARD berichtet hatte.

In einer Passage des 80 Minuten langen Videos seien mehrere vermummte Kämpfer zu sehen. Einer von ihnen, der als "Abu Hamza, der Deutsche" bezeichnet werde, drohe: "An die Europäische Union und alle ihre Verbündeten, die die Amerikaner unterstützen: Die Mudschaheddin sind unterwegs zu euch, und wir werden euch alle, so Gott will, vernichten. Und an erster Stelle natürlich Dänemark und Holland, die unseren Propheten beschimpfen. Allah wird euch nehmen, und wir werden uns freuen, daran teilzunehmen, an eurer Vernichtung."

Die Sicherheitsbehörden ordneten das Video der Extremistenorganisation Al Kaida zu. Es werde derzeit von Fachleuten des BKA und Verfassungsschutz ausgewertet, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums.

Ein BKA-Sprecher erklärte, durch das Video ändere sich die Gefahreneinschätzung für Deutschland nicht: "Sie ist unverändert hoch." Seit Jahresanfang seien vermehrt auch Drohungen auf deutsch im Internet aufgetaucht.

Erst am Mittwoch hatte die "Bild"-Zeitung von einem anderen neuen Terror-Video mit Deutschlandbezug berichtet. Darin hetzte ein "Komander Mohammad" gegen Deutsche und Juden. Er nannte dem Bericht zufolge die Bundesregierung eine "verbrecherische Regierung", deren "Großvater Hitler" die Juden getötet habe. In Anspielung auf den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr sagte er auf arabisch weiter, heute stünden "ihre Söhne im Dienste der Juden". Eingeblendet waren Szenen von den Anschlägen am 11. September 2001 in New York.

AP/DPA/Reuters AP DPA Reuters

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