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Nicht genug Geld für Nahrungsmittel: UN kürzt Hilfe für Vertriebene in Syrien

Das Welternährungsprogramm der Verneinten Nationen muss die Lebensmittelrationen für Vertriebene in Syrien kürzen - weil nicht genug Geld da ist. Gerade im Moment sei dies besonders bedauerlich.

Weil das Geld zu knapp ist, muss das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen seine Nahrungsmittelrationen für Vertriebene in Syrien kürzen. (Symbolbild)

Weil das Geld zu knapp ist, muss das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen seine Nahrungsmittelrationen für Vertriebene in Syrien kürzen. (Symbolbild)

Das Welternährungsprogramm (WFP) kürzt seine Nahrungsmittelrationen für Vertriebene in Syrien ab Oktober um 40 Prozent. Auch die Verteilung von Lebensmittelkarten an syrische Flüchtlinge in den Nachbarstaaten wird wegen Geldmangels voraussichtlich eingeschränkt. "Dies ist umso bedauerlicher, als dass es zuletzt gelungen war, in Syrien so viele Vertriebene zu erreichen wie nie zuvor", sagte WFP-Vizedirektorin Elisabeth Rasmusson, am Dienstag in Berlin.

Die Norwegerin, die gerade aus Syrien zurückgekehrt ist, erklärte, die Menschen in den von der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) kontrollierten Gebieten seien derzeit die einzigen, die keine UN-Nahrungsmittelhilfe erhielten. Der Zugang zu Gebieten unter Kontrolle der islamistischen Al-Nusra Front sei eingeschränkt.

Rasmusson sagte: "Die Al-Nusra Front will, dass die Menschen nicht erfahren, dass diese Hilfe von den Vereinten Nationen kommt. Sie will den Eindruck erwecken, dass sie es ist, die diese Lebensmittel beschafft, und das geht so natürlich nicht." Im August hatten 4,17 Millionen Menschen in Syrien von WFP Nahrungsmittelhilfe erhalten. Rasmusson sagte, es sei sehr befremdlich, zu sehen, wie Familien in Tartus im Restaurant essen, während wenige Kilometer entfernt gekämpft und gehungert werde.

kup/DPA / DPA