HOME

Ein Bild und seine Geschichte: Südkoreanische Soldaten greifen südkoreanische Soldaten an

Es herrscht Krieg in Korea - bis heute. In Gedenken an eine historische Schlacht, die vor genau 65 Jahren stattfand, haben sich südkoreanische Soldaten als Kämpfer Nordkoreas verkleidet - inklusive Panzer mit Feindesflagge.

Südkoreanische Armee spielt Nordkoreanische Soldaten

Dieser Krieg tobt seit genau 23.819 Tagen oder anders gesagt: seit 65 Jahren. Am 25. Juni 1950 griffen Truppen des kommunistischen Nordkoreas Südkorea an - erst eilten US-Soldaten dem Süden zu Hilfe, später die chinesische Armee dem Norden. Beendet ist der Krieg bis heute nicht. Offiziell herrscht zwischen den verfeindeten Bruderländern nur Waffenstillstand.

Ein Bild wie ein Gemälde

Auf diesem Bild, das beinahe wie ein Gemälde wirkt und an die Propaganda-Ästhetik des isolierten Nordens erinnert, ist zu sehen, wie südkoreanische Soldaten die Schlacht um den Busan-Perimeter nachstellen - ausgerüstet und verkleidet als Kämpfer Nordkoreas - inklusive Panzer mit Feindesflagge. Die Gegend, in der die Auseinandersetzung am 10. September stattfand, liegt im Süden und wurde - im Gegensatz zum Rest des Landes - nie von Nordkorea besetzt. Sie ist deshalb bis heute Symbol für das "unbeugsame" Südkorea.

Was hat der Krieg gebracht?

Drei Jahre nach Ausbruch des Krieges, in den auch UN-Soldaten aus aller Welt involviert waren, schlossen der Norden und die Vereinten Nationen Waffenstillstand. Schätzungsweise vier Millionen Menschen starben im Koreakrieg. Nachdem beide Seiten jeweils fast das gesamte Territorium des Gegners besetzt hatten, zogen sie sich am Ende wieder hinter die Grenze zurück, die schon vor Kriegsausbruch gezogen worden war - den 38. Breitengrad.

Themen in diesem Artikel