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Nord-Ossetien: Selbstmordanschlag auf russisches Militär

Tschetschenischer Widerstand und kein Ende - eine Selbstmordattentäterin hat sich und einen Bus mit russischen Militärangehörigen in die Luft gesprengt. Es gab mindestens 16 Tote.

Eine mutmaßliche tschetschenische Selbstmordattentäterin hat am Donnerstag mindestens 15 russische Armeeangehörige in einem Bus getötet. Der Bombenanschlag ereignete sich sich nach Armeeangaben außerhalb von Tschetschenien bei der Stadt Mosdok in der Teilrepublik Nord-Ossetien. Dort liegt der Stab des russischen Kaukasus-Kommandos für den Einsatz in Tschetschenien.

"Zu den Toten zählen acht Soldaten - Piloten oder technisches Personal - und sieben Zivilangestellte", sagte in Moskau der Sprecher der russischen Luftwaffe, Alexander Dobryschewski. Sechs Menschen waren sofort tot, neun weitere erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Der Bus war mit 27 Passagieren unterwegs zum Militärflugplatz außerhalb von Mosdok. "Als der Bus an einem Bahnübergang langsamer wurde, lief die Terroristin auf ihn zu und sprengte sich in die Luft", sagte Dobryschewski nach Angaben der Agentur Interfax.

In Tschetschnien dauert der Guerillakrieg der Separatisten weiter an. Bei zwei Selbstmordanschlägen im Mai kamen in Tschetschenien mindestens 78 Menschen ums Leben. Unter anderem hatte eine Tschetschenin bei einem Anschlag auf ein religiöses Fest 18 Menschen getötet. In der Nähe von Moskau fand die Polizei bei Ermittlungen nach dem Anschlag samt Geiselnahme auf das Musical 'Nord-Ost' vom Oktober 2002 am Mittwoch ein Lager mit 400 Kilogramm Plastiksprengstoff, Zündern und anderer Munition.

DPA