Nordirak Deutsches Privatflugzeug abgestürzt


Ein deutsches Kleinflugzeug mit sechs Menschen an Bord ist im Nordirak abgestürzt. Die Mitarbeiter einer Firma aus dem nördlichen Landkreis München waren geschäftlich auf dem Weg in den Irak.

"Ich kann bestätigen, dass es ein ziviles Flugzeug ist und dass das Flugzeug abgestürzt ist", sagte ein Sprecher des US-Militärs im Irak am Freitag. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern in München befanden sich an Bord des Flugzeugs fünf Deutsche - darunter die beiden Piloten - sowie ein irakischer Vermittler. Die Polizei in München bestätigte den Absturz allerdings noch nicht, sondern bezeichnte die Maschine als vermisst. Die Mitarbeiter einer Firma aus dem nördlichen Landkreis München waren geschäftlich auf dem Weg in den Irak.

Nach Angaben der deutschen Polizei war das Flugzeug von München aus über Aserbaidschan geflogen und von der dortigen Hauptstadt Baku am Donnerstag in Richtung Kirkuk oder Sulaimanija im Nordirak aufgebrochen. Dort kam die Maschine aber nicht an. Es habe sich um ein Firmenflugzeug der Marke Cessna gehandelt. Den Namen des Unternehmens gab die Polizei nicht bekannt. Nach Medienberichten soll es sich um eine Baustofffirma aus der Region Freising handeln.

Das Schicksal der Flugzeuginsassen blieb unklar. Auch blieb offen, wo die Maschine abgestürzt sein könnte. Der Direktor des Flughafens von Sulaimanija, Kameran Ahmad, sagte, der Funkkontakt sei gegen Mitternacht abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt habe es einen Schneesturm in der bergigen Region gegeben, die Maschine sei in gut 2400 Metern Höhe geflogen. "Wir haben keine Information darüber, wo die Maschine abgestürzt ist. Die Suche nach ihr geht weiter", sagte er.

Der Pilot habe bis zum Abbruch des Funkkontakts keine Probleme gemeldet, sagte Ahmad weiter. "Wir haben ihn mehrfach angefunkt. Haben uns in Verbindung mit der Basis Kirkuk und anderen alternativen Flughäfen gesetzt, aber niemand hatte davon gehört. Wir suchen immer noch nach ihnen", sagte er.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, die deutschen Botschaften in der Region bemühten sich in Kontakt mit den örtlichen Behörden, den Verbleib des Flugzeuges zu klären.

Reuters


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker