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Nordkorea Kim Jong Un raucht mitten in einer Nichtraucher-Kampagne

Nordkorea: Kim Jong Un raucht im Kindercenter
Qualm im Kinderspaßcenter: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un
© KCNA/AFP
Vor den Gefahren des Rauchens wird seit Mai auch in Nordkorea gewarnt. So weit, so gut. Doch das schert Diktator Kim Jong Un wenig. Er qualmt unverdrossen in der Öffentlichkeit - zuletzt in einem Kinderspaßcenter.

Schon Heinrich Heine schrieb: "Ich weiß, sie tranken heimlich Wein. Und predigten öffentlich Wasser." Doch er irrte. Jedenfalls im sehr speziellen Fall von Kim Jong Un, 32, Machthaber Nordkoreas. Der soll ohnehin lieber Bier als Wein trinken, aber wenigstens einem Laster frönt ungeniert in der Öffentlichkeit: dem Rauchen. Kaum ein Propagandafoto auf dem Kim nicht eine Zigarette in der Hand hält. Und tut er das einmal nicht, thront vor ihm ein riesiger Aschenbecher oder liegt wenigstens irgendwo ein Päckchen Zigaretten herum. Zuletzt zeigte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA den "geachteten Marschall" beim Besuch einer Kinderspaßcenters - natürlich mit Kippe. So folgerichtig, so wenig vorbildhaft.

Rauchen ist gefährlich, warnen Medien in Nordkorea

Doof nur: Seit Mai versucht das menschenverachtende Regime in Pjöngjang die Nordkoreaner auf die Gefahren des Rauchens hinzuweisen. Die Zigarettenhersteller seien angewiesen worden, Warnhinweise auf die Schachteln zu drucken, hieß es bei KCNA jüngst. Im Fernsehen sollen zudem Spots laufen, die die Gefahren des Qualmens thematisieren. In Nordkorea heißt es wohl von nun an: öffentlich Rauchen und heimlich Nicht-Rauchen. Oder so.

nik

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