NOTFALLPLAN 24 Stunden im Bunker


Für den Fall eines Anschlags auf Washington haben die USA einem Zeitungsbericht zufolge eine Notregierung in unterirdischen Bunkern eingerichtet: ein Notfallplan aus Zeiten des Kalten Krieges.

Die USA haben für den Fall eines Terroranschlages auf Washington eine Notregierung mit mindestens 75 Mitgliedern gebildet. Regierungsvertreter bestätigten, dass die Pläne eines »Schattenkabinetts« aus dem Kalten Krieg am 11. September aktiviert wurden. Die »Washington Post« hatte berichtet, dass ranghohe Vertreter aller Ministerien in einen Bunker an die Ostküste entsandt wurden.

Hintergrund der Vorsichtsmaßnahme ist offenbar die Befürchtung, dass Terrornetzwerk El Kaida könne über Atomwaffen verfügen. Ende Oktober seien die Beamten zum ersten Mal ausgetauscht worden, hieß es aus Regierungskreisen. Wer ins »Schattenkabinett« berufen wird, muss sich der Zeitung zufolge 24 Stunden am Tag in dem Bunker aufhalten.

Zwischen 75 und 150 Personen

in Regierungsvertreter erklärte, die Größe der Notfall-Regierungsmannschaft liege zwischen 75 und 150 Personen, je nach Einschätzung des Gefährdungspotenzials. Aufgabe der Notregierung wäre es im Fall eines Angriffs auf Washington, den Zusammenbruch der amerikanischen Verwaltung zu verhindern und später den Aufbau eines neuen Kabinetts zu organisieren. »Wir nehmen dieses Anliegen außerordentlich ernst«, zitierte die Washington Post Joseph Hagin vom Weißen Haus. »Im Falle eines Einsatzes von Massenvernichtungswaffen wäre die Bundesregierung in der Lage, ihre Arbeit zu tun und zu antworten«, fügte Hagin an. Unmittelbar nach den Anschlägen auf New York und Washington hatte sich auch US-Vizepräsident Dick Cheney stets an einem anderen Ort aufgehalten als Präsident George W. Bush, um im Falle eines Attentats die Regierungsgeschäfte zu führen.


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