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Nach Tod von Michael Brown: Obama will aus Ferguson lernen

US-Präsident Barack Obama will dem köchelnden Misstrauen zwischen Polizisten und Schwarzen ein Ende setzen. Er kündigte die Einrichtung einer Arbeitsgruppe an, die die Spannungen lösen soll.

Obama diskutiert mit Bürgerrechtlern, Polizisten, Geistlichen und Lokalpolitikern über die Konsequenzen aus Ferguson

Obama diskutiert mit Bürgerrechtlern, Polizisten, Geistlichen und Lokalpolitikern über die Konsequenzen aus Ferguson

Nach dem Tod des schwarzen Teenagers Michael Brown in Ferguson hat US-Präsident Barack Obama die Einrichtung einer Task Force angekündigt, die sich um bessere Beziehungen zwischen der Polizei und ihren Gemeinden kümmern soll. Die Arbeitsgruppe solle innerhalb von drei Monaten Vorschläge dazu präsentieren, sagte Obama. Er gestand zudem ein, dass frühere Arbeitsgruppen in dieser Frage wenig erfolgreich gewesen seien. Das werde "diesmal anders" sein.

Obama hatte sich zuvor unter anderem mit Bürgerrechtsaktivisten getroffen, um über die Lehren aus Ferguson zu diskutieren. In der Stadt war Anfang August der 18-jährige unbewaffnete Teenager Brown erschossen worden. Eine Grand Jury hatte vor Kurzem entschieden, dass sich der weiße Beamte nicht für die Schüsse auf den schwarzen Jungen verantworten muss.

Obama sagte nun, es habe ihn sehr getroffen, von den Erfahrungen der Aktivisten zu hören, mit denen er sich getroffen hatte. Zu erfahren, wie sich junge Menschen "an den Rand gedrängt" fühlten, obwohl sie alles richtig gemacht hätten, passe nicht zu seinen Vorstellungen der Werte der USA, sagte Obama.

Zuvor hatte der US-Präsident bereits erklärt, den Einsatz von Körperkameras bei Polizisten fördern zu wollen. So schlug er bei einer Kabinettssitzung am Montag nach Angaben aus Regierungskreisen vor, für die Anschaffung der Geräte in den kommenden drei Jahren 75 Millionen Dollar (rund 60 Millionen Euro) bereitzustellen.

stb/AFP / AFP
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