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Verdacht der Bestechlichkeit Nach Razzien im Kanzleramt: Österreichs Regierungschef Kurz unter Druck

Sehen Sie im Video: Razzia im Amtssitz von Österreichs Bundeskanzler Kurz.




Österreichs Kanzler Kurz gerät immer stärker unter Druck. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt nun auch in einem zweiten Fall gegen den konservativen Regierungschef. Diesmal geht es um den Verdacht der Untreue, Bestechlichkeit und Bestechung, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Die Behörde geht dem Verdacht nach, dass zwischen 2016 und 2018 Gelder des Finanzministeriums zur Finanzierung von parteipolitisch motivierten und mitunter manipulierten Umfragen verwendet wurden. Kurz erklärte, er sei davon überzeugt, dass sich auch diese Vorwürfe schon bald als falsch herausstellen würden. Den Ermittlungen sehe er gelassen entgegen, "selbstverständlich" bleibe er Kanzler, sagte der ÖVP-Chef am Abend dem ORF. Gegen den 35-Jährigen wird bereits wegen mutmaßlicher Falschaussage in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss ermittelt. Laut Staatsanwaltschaft wird neben dem Kanzler gegen neun weitere Beschuldigte sowie drei Verbände ermittelt. Die ÖVP bestätigte Razzien im Kanzleramt, der Parteizentrale sowie im Finanzministerium. Betroffen sind der Partei zufolge enge Mitarbeiter und Berater des Kanzlers.
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Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz im Fokus der Justiz: Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt nun in einem zweiten Fall gegen den konservativen Regierungschef.

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