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Östlich von Kabul: Mehrere Frauen sterben bei Nato-Angriff in Afghanistan

Bei einem Luftangriff der Nato sind acht afghanische Frauen getötet worden. Die Isaf-Truppe drückt ihr Bedauern aus. Zivile Opfer schüren immer wieder den Zorn der Bevölkerung.

Bei einem Nato-Luftangriff in Afghanistan sind mehrere Frauen getötet worden. Ein lokaler Behördenvertreter sprach am Sonntag von acht getöteten und acht verletzten Frauen bei dem Angriff östlich der Hauptstadt Kabul.

"Der Vorfall ereignete sich vor Sonnenaufgang im Bezirk Alingar in der Provinz Laghman, als die Frauen Feuerholz suchten", sagte der stellvertretende Provinzgouverneur Dschamijatullah Hamidi. Ein Sprecher der internationalen Isaf-Truppe bedauerte den Vorfall und sprach von fünf bis acht getöteten Zivilisten. Der Angriff habe Aufständischen in der Region gegolten.

Nato-Sprecher Hagen Messer erklärte, bei dem Angriff seien 45 Aufständische getötet worden. Er fügte hinzu: "Uns ist bekannt geworden, dass möglicherweise fünf bis acht Zivilisten bei einem Luftangriff auf eine Gruppe Aufständischer getötet wurden. Doch wir können das nicht bestätigen." Die Taliban sprachen von 20 getöteten Zivilisten. In der Provinzhauptstadt Mihtarlam skandierten später dutzende Männer an den Särgen einiger Frauen "Tod den USA, Tod den Juden".

Zivile Opfer bei Nato-Angriffen schüren immer wieder den Zorn der afghanischen Bevölkerung auf die ausländischen Streitkräfte. Präsident Hamid Karsai hatte die ISAF mehrmals vehement aufgefordert, zivile Opfer zu vermeiden.

jar/AFP/DPA / DPA
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