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Pakistan: Offensive gegen El Kaida beendet

Die pakistanischen Truppen haben ihre erste Offensive gegen mutmaßliche El-Kaida-Mitglieder an der Grenze zu Afghanistan beendet. Das Militär beurteilte die Aktion als Erfolg.

Die pakistanischen Truppen haben ihre erste Offensive gegen mutmaßliche El-Kaida-Mitglieder an der Grenze zu Afghanistan beendet. Der Sicherheitschef der Provinz Süd-Waziristan, Brigadegeneral Mahsood Shah, bezeichnete die am 16. März begonnene Aktion am Sonntag als Erfolg. Ein ranghoher El-Kaida-Führer entkam aber schwer verletzt dem Zugriff, hieß es weiter. Stammesführer vermittelten die Freilassung von zwölf Soldaten und zwei Beamten.

Tahir Juldaschew, Chef usbekischer Terroristen, ist entwischt

Shah sagte, die Streitkräfte würden weiter das Ziel verfolgen, El-Kaida-Kämpfer aus Pakistan zu vertreiben. Er forderte die Stammesältesten in der unzugänglichen Region auf, alle Ausländer auszuliefern. "Andernfalls wird die militärische Aktion zusammen mit den Verhandlungen fortgesetzt", sagte er.

Militärsprecher Generalmajor Shaukat Sultan teilte am Samstag mit, dem mutmaßlichen usbekischen El-Kaida-Führer Tahir Juldasch sei trotz seiner schweren Verletzung die Flucht gelungen. Juldasch, auch bekannt als Tahir Juldaschew, ist Führer einer usbekischen Terrororganisation, die sich mit der El Kaida verbündet hat.

60 Terroristen getötet, 163 verhaftet

Sultan sagte, die Truppen hätten bei der Aktion gegen Juldasch 60 mutmaßliche terroristische Kämpfer getötet und 163 verhaftet. Außerdem sei ein Versteck mit Kommunikationseinrichtungen, Tunneln und schweren Waffen ausgehoben worden. Bei der Militäraktion kamen mindestens 50 Soldaten und mindestens zwölf Zivilisten ums Leben.

Im Nordwesten Pakistans wurden am Freitag die Leichen von acht Soldaten gefunden, die nach Militärangaben von islamischen Extremisten getötet wurden. Sie seien gefesselt und aus nächster Nähe erschossen worden, sagte ein Militärsprecher am Samstag. Die Getöteten gehörten zu einer Gruppe Soldaten, deren Konvoi am Montag in der Nähe der Ortschaft Sarwakai in Süd-Waziristan in einen Hinterhalt geraten war.

AP