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Parteitag: FBI ermittelt wegen Attentatsplänen

Am Donnerstag wollten sie offenbar zuschlagen: Drei Männer sollen angeblich ein Attentat auf Barack Obama während des Parteitages der Demokraten geplant haben. Sicherheitskräfte konnten die Männer rechtzeitig festnehmen. Das FBI hat Ermittlungen aufgenommen.

Wegen mutmaßlicher Pläne für einen Anschlag auf den demokratischen Präsidentschaftsanwärter Barack Obama während des Parteitags in Denver sind nach Medienberichten drei Männer festgenommen worden. Wie der lokale Fernsehsender CBS34 berichtete, sagte einer der Männer den Behörden, sie hätten Obama "von einem geeigneten Punkt aus mit einem Gewehr erschießen" wollen.

Der Anschlag war angeblich für Donnerstag geplant, wenn Obama vor den Teilnehmern des Parteikonvents offiziell die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten annehmen soll. FBI-Sprecherin Kathy Wright betätigte, dass die Bundespolizei ermittelt, wollte aber keine Einzelheiten nennen.

Laut "Denver Post" nahm die Polizei in Aurora, östlich von Denver, den Verdächtigen Tharin G. fest. Er war einer Streife wegen seines ungewöhnlichen Fahrverhaltens aufgefallen. Sein Führerschein war abgelaufen. In dem unter anderem Namen gemieteten Kleintransporter fanden die Beamten schließlich zwei Präsizisionsgewehre, eine schusssichere Weste, Munition und Walkie-Talkies. Eines der Gewehre war als gestohlen gemeldet. Die Spur führe nach Kansas, so die "Denver Post".

Weiterhin wurden Nathan J. in einem Hotel in Denver und Shawn Robert A. in einem Hotel in Glendale festgenommen. Letzterer vesuchte noch den Beamten zu entkommen und sprang im sechsten Stock des Hotels aus dem Fenster. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Einer der Festgenommenen trug den Angaben zufolge ein Hakenkreuz und soll Verbindungen zu einer rassistischen Gruppe haben. Ob die drei Männer sich kannten und was sie verbindet, dazu hat sich die Polizei bisher noch nicht geäußert. Die "Denver Post" zitiert einen Polizeisprecher, dass mit weiteren Festnahmen zu rechnen sei.

Laut CBS34 werden die mutmaßlichen Anschlagspläne vom Geheimdienst untersucht, der gemeinsam mit der US-Bundespolizei FBI für die Sicherheit auf dem Parteitag zuständig ist. Die Staatsanwaltschaft in Denver beraumte noch für Dienstag eine Pressekonferenz zu den Festnahmen an. Staatsanwalt Troy Eid sagte nach Angaben der Zeitung "Rocky Mountain News" jedoch: "Wir sind absolut sicher, dass es keine Bedrohung für den Kandidaten, den Parteitag oder die Menschen in Colorado gibt."

web/AFP/AP / AP