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Peinliches Interview zur Libyen-Politik: Herman Cain und das unbekannte Land

Es will nicht so recht funktionieren: Die republikanischen Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur blamieren sich regelmäßig bei ihren Medienauftritten. Nun fiel Herman Cain auf. Seine Bewertung der Libyen-Politik von Barack Obama fiel arg einsilbig aus.

Erneut hat sich ein Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur einen peinlichen Aussetzer vor laufender Kamera erlitten: Herman Cain fiel am Montag bei einem Interview mit der Tageszeitung "Milwaukee Journal Sentinel" auf die Frage, ob er die Libyen-Politik von US-Präsident Barack Obama befürworte, nichts ein. "Ok, Libyen", sagte Cain zunächst, um dann erst einmal zu schweigen.

"Präsident Obama hat den Aufstand unterstützt. Das ist doch so? Präsident Obama hat den Rücktritt Gaddafis gefordert. Ich will mich nur versichern, dass wir über dasselbe sprechen, bevor ich sage, ob ich zustimme oder nicht", sagte der sichtlich nervöse Politiker. Er lehne Obamas Politik ab, sagte Cain dann, um sich sogleich erneut zu unterbrechen. Auch nach erneuter Nachfrage, blieb seine Antwort unklar.

Konkurrent Perry hat es vorgemacht

Das fünfminütige Video verbreitete sich über den Kurznachrichtendienst Twitter umgehend. Erst vergangene Woche hatte der Aussetzer von Cains Mitbewerber Rick Perry während einer Fernsehdebatte für Hohn und Spott gesorgt. Dem ultrakonservativen Gouverneur von Texas war nicht mehr eingefallen welches dritte Regierungsressort er abschaffen will, sollte er zum US-Präsidenten gewählt werden.

dho/AFP / AFP