HOME

PHILIPPINEN: Offiziell 70 Tote bei Hotelbrand in Manila

Bei dem ausgebrannten Hotel in der philippinischen Hauptstadt scheint es gravierende Sicherheitsmängel gegeben zu haben: verschlossene Notausgänge, keine Brandmelder, keine Notbeleuchtung.

Bei einem verheerenden Hotelbrand sind in einem Vorort der philippinischen Hauptstadt Manila mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen, 54 wurden verletzt. Wie die Feuerwehr mitteilte, war der Brand in dem sechsstöckigen Gebäude in Quezon am Samstagnachmittag Ortszeit ausgebrochen. Viele Opfer waren in ihren Zimmern eingeschlossen, weil die Fenster zum Schutz vor Einbrechern mit Eisengittern verschlossen und Notausgänge oftmals versperrt waren.

Die meisten Gäste waren philippinische Christen

Es war die schwerste Brandkatastrophe auf den Philippinen seit dem Feuer in einer Discothek 1996, bei dem 160 Menschen starben. In dem Hotel der unteren Preiskategorie waren zum Zeitpunkt des Unglückes nach Polizeiangaben 236 Gäste registriert, 172 von ihnen besuchten eine religiöse Versammlung des amerikanischen Geistlichen Don Clowers. Bei den meisten Opfern handelt es sich um Philippiner, ob auch Ausländer in den Flammen umkamen, war zunächst unklar.

Viele Opfer wurden in Badezimmern gefunden, in die sie sich offenbar vor dem Qualm und den Flammen geflüchtet hatten. 18 Menschen konnte die Feuerwehr retten, indem sie die Gitter vor den Fenstern durchsägte. Zwei Menschen retteten sich durch Sprünge aus dem Hotel vor dem Feuer. Ein Augenzeuge berichtete, das Feuer sei vermutlich im Restaurant im dritten Stock ausgebrochen.

Sicherheitsmängel waren bekannt

Nach Angaben des Bürgermeisters Feliciano Belmonte wurden die Hotelverantwortlichen bereits vor einiger Zeit auf die unzureichenden Sicherheitsbestimmungen aufmerksam gemacht. Die Behörden nahmen Ermittlungen wegen Verstoßes gegen die Brandschutzgesetze auf. Bis zum Samstagabend konnten die Feuerwehrleute den Brand löschen, auf einem nahe gelegenen Platz wurden 66 Leichen aufgereiht.

Themen in diesem Artikel