HOME
+++ Ticker +++

News von heute: Kramp-Karrenbauer fühlt sich in Sachen Maaßen missverstanden

Scholz weicht Fragen zum SPD-Vorsitz aus +++ Kramp-Karrenbauer will Maaßen nicht aus CDU ausschließen +++ Italien lässt Minderjährige von Flüchtlingsschiff an Land +++ News des Tages im stern-Ticker.

Annegret Kramp-Karrenbauer im Konrad-Adenauer-Haus

Annegret Kramp-Karrenbauer im Konrad-Adenauer-Haus

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Italien lässt Minderjährige von Flüchtlingsschiff an Land ( 16:09 Uhr)

  • Indien hebt Festnetz-Blockade im Kaschmir-Tal zum Teil wieder auf  (12.00 Uhr)

  • Tote und Verletzte bei Hotelbrand in Odessa (09.57 Uhr)

  • Neues Protest-Wochenende in Hongkong: Tausende auf den Straßen (08.06 Uhr)

  • Peter Fonda mit 79 Jahren gestorben (00.57 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker: 

+++ 17.11 Uhr: Türkischer Star-Pianist spielt für Demo gegen Abholzung von Wäldern +++

Große Proteste gegen die Abholzung von Wäldern durch eine kanadische Gold-Bergbaufirma in der Nordwesttürkei dürften am Sonntag noch einmal mehr Aufmerksamkeit bekommen: Der international bekannte türkische Pianist und Komponist Fazil Say will für die Demonstranten und gegen die massive Rodung in der Provinz Canakkale ein Konzert geben. Es würden mehr als 10.000 Besucher erwartet, sagte der stellvertretende Bürgermeister der Provinzhauptstadt Canakkale, Irfan Mutluay, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Das sei eine Herausforderung, weil der Platz auf dem Waldgrundstück begrenzt sei. 

+++ 17.07 Uhr: Kramp-Karrenbauer will keinen Ausschluss von Maaßen gefordert haben +++

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat klargestellt, sie habe kein Parteiausschlussverfahren gegen den umstrittenen Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen gefordert. "Ich habe weder im Interview noch an anderer Stelle ein Parteiausschlussverfahren gefordert", sagte Kramp-Karrenbauer, die auch Verteidigungsministerin ist, am Samstag in Berlin. "Die CDU ist eine Partei mit über 400 000 Mitgliedern. Dass jeder seine eigene Meinung haben kann, das macht uns aus, das macht uns auch interessant."

+++ 16.35 Uhr: Scholz weicht Fragen nach Kandidatur um SPD-Vorsitz aus +++

Vizekanzler Olaf Scholz ist beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung Fragen danach ausgewichen, ob er sich offiziell um den SPD-Vorsitz bewerben werde. "Es gehört zur Demokratie dazu, dass man sich auch mit Freundinnen und Freunden gut bespricht und dann was sagt, wenn was zu sagen ist", sagte Scholz am Samstag bei einem Bürgerdialog seines Bundesfinanzministeriums in Berlin auf die Frage, ob er bereits in Kontakt mit einer Genossin sei, mit der er sich den SPD-Vorsitz gerne teilen würde.

+++ 16.09 Uhr: Italien lässt Minderjährige von Bord der "Open Arms" +++

Im Streit um einen Hafen für das spanische Rettungsschiff Open Arms mit mehr als 130 geretteten Migranten an Bord hat Italiens Innenminister Matteo Salvini nun etwas eingelenkt. Er werde erlauben, dass Minderjährige auf dem vor Italiens Insel Lampedusa ausharrenden Schiff an Land gehen dürfen, teilte Salvini am Samstag mit. "Gegen meinen Willen", wie er schrieb, und auch nur, weil ihn Ministerpräsident Giuseppe Conte darum gebeten habe. 27 nicht begleitete Minderjährige auf der "Open Arms" dürften von  Bord, twitterte die Hilfsorganisation Proactiva Open Arms.   

+++ 15.34 Uhr: Zwei Jahre nach dem Barcelona-Attentat wird der Opfer gedacht +++

Zwei Jahre nach dem blutigen Anschlag auf der Flaniermeile La Rambla in Barcelona haben Politiker und Angehörige am Samstag der Opfer gedacht. Familien der Toten legten weiße Nelken auf dem Mosaik des Künstlers Joan Miró nieder, wo die Todesfahrt eines islamistischen Attentäters am 17. August 2017 geendet hatte. Die Veranstaltung sei von Stille geprägt gewesen, nur unterbrochen von dem auf einem Violoncello vorgetragenen "El cant dels ocells" (Der Gesang der Vögel), einer Art heimlichen Nationalhymne Kataloniens.

+++ 15.21 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Weil kritisiert Auswahlverfahren für SPD-Vorsitz +++

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat das Auswahlverfahren für den Parteivorsitz der Sozialdemokraten kritisiert und zugleich für sich selbst eine Kandidatur nicht endgültig ausgeschlossen. "Optimal ist das ganz bestimmt nicht, was wir gerade erleben", sagte Weil am Wochenende im Deutschlandfunk. Das Verfahren habe bereits auch zu einer "spürbaren Verunsicherung in der eigenen Mitgliedschaft" geführt. Weil bezog sich zum einen auf den Beginn des Prozesses. "Am Anfang gab es ja fast nur Aussagen, wer nicht zur Verfügung steht, aber nicht umgekehrt, wer zur Verfügung steht", sagte er. Das präge nun das gesamte Verfahren, fuhr er fort und sprach von einer "schwierigen Phase".

+++ 14.23 Uhr: Mahnwachen im Moskau für Freilassung politischer Gefangener +++

Mit Mahnwachen haben Oppositionelle in Moskau für die Freilassung politischer Gefangener und für freie Wahlen demonstriert. Unter scharfer Beobachtung der Polizei stellten sich einzelne Menschen am Samstag an Denkmälern in der Innenstadt für ihren stillen Protest auf, um gegen Justizwillkür in Russland zu demonstrieren. Die Moskauer Behörden hatten einen Protestmarsch und eine Massenkundgebung der Opposition in der Innenstadt nicht zugelassen. Die Organisatoren unter anderem um den inhaftierten Oppositionsführer Alexej Nawalny hatten deshalb diese Mahnwachen angesetzt. Die Polizei griff zunächst nicht ein.

+++ 13.25 Uhr: Frau stürzt mit Auto 20 Meter einen Abhang herunter +++

Unfall in der Nähe von Düsseldorf: Am Samstagmorgen gegen zehn Uhr durchbrach eine Autofahrerin mit ihrem Golf den Zaun am Parkplatz einer Notaufnahme und stürzte anschließend 20 Meter den Abhang hinunter. Das berichtet "RP Online". Zwei Bäume hätten ein weiteres Abstürzen des Autos verhindert, schreibt das Portal. Rettungskräfte mussten den Wagen mit Stahlseilen sichern, anschließend konnten Feuerwehrleute die Frau aus dem Auto befreien. 

+++ 12.30 Uhr: Kölner Zoo spendiert Löwen eine Fußbodenheizung +++

Der Kölner Zoo hat seinen Löwen eine Luxussanierung des Geheges spendiert - inklusive Fußbodenheizung. 200 000 Euro kostete der Umbau, wie der Zoo auf seiner Homepage mitteilte. Die asiatischen Löwen Gina (5) und Navin (3) können sich nun auf zwei beheizbaren Liegeflächen ausruhen. Am Samstag berichtete zunächst die "Bild" darüber.

Das Pärchen hat jetzt die Wahl: Entweder es hält seine Siesta auf dem Hügel vor der Nase der Besucher ab, oder zurückgezogen in der neu eingerichteten Höhle. Auch das Quartier der Tiger soll nach Angaben des Zoos nun saniert werden. Die beiden Raubkatzen Sergan und Hanya seien solange in anderen Zoos untergebracht.

+++ 12.00 Uhr: Indien hebt Festnetz-Blockade im Kaschmir-Tal zum Teil wieder auf +++

Im indischen Teil von Kaschmir hat die Regierung in Neu Delhi die im Konflikt um die Autonomie verhängte Blockade von Telefon und Internet teilweise aufgehoben. Im vorwiegend muslimisch bewohnten Kaschmir-Tal um die Stadt Srinagar seien am Samstag 17 Festnetzzentralen wieder in Betrieb gegangen, teilte Regierungssprecher Rohit Kansal mit. Allerdings waren dort Mobilfunk und Internet weiter blockiert, während sie in anderen Teilen des Bundesstaates Jammu und Kaschmir wieder funktionierten. Das Kaschmir-Tal gilt als Hauptstätte muslimischer Proteste, die eine Abspaltung vom hinduistisch geprägten Indien zum Ziel haben.

Indien hatte am 5. August dem Bundesstaat Jammu und Kaschmir den Teilautonomiestatus entzogen und eine Ausgangssperre verhängt. Zuvor hatte Neu Delhi Tausende zusätzliche Soldaten in das Kaschmir-Tal geschickt, um Proteste zu verhindern. Der bisherige Bundesstaat soll nun in zwei, von Neu Delhi aus regierte Territorien aufgesplittet werden. Ministerpräsident Narendra Modi will die hauptsächlich von Muslimen bewohnte Region so stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren. Viele Kaschmirer sind dagegen.

+++ 09.57 Uhr: Tote und Verletzte bei Hotelbrand in Odessa +++

Ein Brand in einem Billighotel in der ukrainischen Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer hat acht Menschen das Leben gekostet. Zehn weitere Menschen seien verletzt worden, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 100 Gäste der Unterkunft in einem
früheren Straßenbahndepot konnten sich in Sicherheit bringen. Das Feuer war aus zunächst unbekannter Ursache in der Nacht zum Samstag ausgebrochen. Ermittelt wird wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften. Teile des Hotels brannten völlig aus, wie auf Bildern zu sehen war.

+++ 08.06 Uhr: Neues Protest-Wochenende in Hongkong: Tausende auf den Straßen +++

Mit einer Kundgebung für Freiheit und Demokratie hat am Samstag in Hongkong ein neues Protest-Wochenende begonnen. An der Demonstration beteiligten sich nach Angaben eines dpa-Reporters mehrere Tausend Menschen. Es blieb friedlich. Im Verlauf des
Wochenendes sind in der ehemaligen britischen Kolonie, die heute als Sonderverwaltungszone zu China gehört, weitere Proteste geplant. Befürchtet wird, dass es wieder zu Ausschreitungen kommt.

In der 7,5-Millionen-Einwohner-Stadt geht ein Teil der Bevölkerung seit mehr als zwei Monaten immer wieder auf die Straße. Auf dem
bisherigen Höhepunkt der Protestbewegung waren es etwa zwei Millionen Menschen. Zu einem Marsch am Sonntag hoffen die Veranstalter vom Bündnis Civil Human Rights Front wieder auf Hunderttausende Teilnehmer.

+++ 05.19 Uhr: Schlechtes Wetter lässt Honigernte einbrechen +++

Schlechtes Wetter hat deutschen Imkern die Frühjahrsernte vermasselt. Im Schnitt brachte jedes abgeerntete Bienenvolk in der Frühtracht nur 15,1 Kilo Honig ein und etwa ein Viertel weniger als vor einem Jahr (21,0 Kilo). Das ergab eine Umfrage des Fachzentrums Bienen und Imkerei aus Mayen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Imkerbund, an der bundesweit 8604 Imker teilgenommen hatten.

Wie schlecht die Lage war, sieht man auch an einem anderen Teil der Statistik: In Erwartung mickriger Ergebnisse hatte jeder dritte Imker auf die Ernte verzichtet und den Honig im Bienenstock gelassen. Vor allem im Süden und Westen waren die Einbußen hoch. Derzeit läuft noch die Sommertracht-Ernte, die besser ausfallen dürfte.

+++ 04.50 Uhr: Bislang vielerorts weniger Wespen als im Vorjahr +++

Wespen treten in diesem Sommer in vielen deutschen Regionen Deutschlands nicht so zahlreich auf wie im Vorjahr. Die Beobachtungen vieler Bürger über ein vergleichsweise geringeres Aufkommen seien nicht von der Hand zu weisen, sagte die Biologin Melanie von Orlow von der Bundesarbeitsgruppe Hymenoptera (Hautflügler) beim Naturschutzbund (Nabu) auf dpa-Anfrage. Auch die Nachfrage nach Beratung und Umsiedlungen etwa von Wespennestern sei deutlich geringer als im Vorjahr.

Grund zur Sorge und eine eindeutige Ursache für die Entwicklung sieht die Expertin nicht. Neben dem Wetter im Frühjahr könnten auch Krankheiten eine Rolle spielen. Es sei zudem möglich, dass sich Wespen demnächst noch stärker bemerkbar machen: "Ich denke, da kann noch etwas kommen", sagte von Orlow. Die beste Wespenzeit stehe eigentlich erst bevor: "Von Mitte August bis Mitte September werden die zudringlich und nervig."

+++ 04.27 Uhr: Nordkoreas Machthaber zufrieden mit Test einer "neuen Waffe" +++

Einen Tag nach seinem jüngsten Raketentest hat Nordkorea von der Erprobung einer neuartigen Waffe gesprochen. Machthaber Kim Jong Un habe auch den jüngsten Test beobachtet, berichteten die Staatsmedien am Samstag. Der Test habe geholfen, "größeres Vertrauen in dieses Waffensystem" zu zementieren. Die "neue Waffe" wurde allerdings nicht näher beschrieben.

Südkoreas Streitkräfte hatten die Vermutung geäußert, dass es sich bei den zwei Raketen, die Nordkorea am Freitag in Richtung offenes Meer abgefeuert hatte, um zwei ballistische Kurzstreckenraketen handelte. Tests mit ballistischen Raketen jeglicher Reichweite sind Nordkorea, das mehrfach Atombomben getestet hat, durch UN-Resolutionen untersagt. Derartige Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

Kim zeigte sich den Berichten zufolge wegen der "unerklärlichen und wunderbaren Erfolgsquoten", die das Militär bei den jüngsten Tests erzielt habe, zufrieden. Ziel sei es, "unüberwindbare militärische Fähigkeiten zu besitzen, die keiner zu provozieren wagt", wurde Kim zitiert.

+++ 00.57 Uhr: "Easy Rider"-Star Peter Fonda mit 79 Jahren gestorben +++

Der US-Schauspieler Peter Fonda ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Der unter anderem wegen seiner Rolle im Kultfilm "Easy Rider" bekannt gewordene Schauspieler starb nach Angaben seines Agenten am Freitagmorgen in seinem Haus in Los Angeles. Er starb demnach im Kreis seiner Angehörigen an den Folgen einer Lungenkrebs-Erkrankung.

+++ 00.05 Uhr: Computerstörung bei US-Grenzpolizei - Warteschlangen an Flughäfen +++

Eine Computerstörung bei der Grenzpolizei CBP an mehreren internationalen US-Flughäfen hat zu längeren Wartezeiten bei der Einreise in die USA geführt. CBP teilte mit, es sei am Freitag an mehreren Airports zu einem "verübergehenden Ausfall" der Systeme
gekommen. Grenzpolizisten würden Reisende bis zur Behebung der Störung mit "alternativen Verfahren" und so schnell wie möglich kontrollieren. Die "Washington Post" berichtete, an internationalen Flughäfen hätten sich lange Schlangen bei der Einreise gebildet. Betroffen waren etwa die Flughäfen von Los Angeles, von Miami und von Newark bei New York, wie die Airports auf Twitter mitteilten.

cf / DPA / AFP / Reuters