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Politikerdynastie: Caroline Kennedy verzichtet auf Senatorenamt

Caroline Kennedy wird die Politik-Tradition ihrer Familie nicht weiterführen: Sie verzichtet auf einen Posten als Senatorin. Das Amt war frei geworden, weil Hillary Clinton jetzt als neue Außenministerin fungiert. Kennedy begründete ihren Verzicht mit familiären Problemen.

Caroline Kennedy, Tochter des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, will nun doch nicht Senatorin werden. Wie die "New York Times" in ihrer Online-Ausgabe berichtete, habe die 51-Jährige ihr Interesse an einem Sitz aufgegeben. Sie habe bereits den zuständigen Gouverneur von New York, David Paterson, unterrichtet.

Paterson hat über die Besetzung des Senatssitzes zu entscheiden, der durch die "Beförderung" der früheren First Lady Hillary Clinton zur Außenministerin frei geworden ist. Kennedy begründete ihre Entscheidung mit der schweren Krankheit von Senator Edward Kennedy, dem sie sehr nahestehe.

Der überaus populäre Edward Kennedy ist schwer krebskrank und leidet an einem Gehirntumor. Der 76-Jährige war bei den Vereidigungsfeiern für den neuen Präsidenten Barack Obama zusammengebrochen, verließ aber schon am Mittwoch wieder das Krankenhaus. Der Zwischenfall hatte die Sorge ausgelöst, sein Gesundheitszustand habe sich weiter verschlechtert.

Die studierte Juristin und Autorin Kennedy hatte das politische Rampenlicht bisher weitgehend gemieden. Ende des Jahres hatte sie nach längerem Zögern dann Ambitionen auf den Senatssitz angemeldet. Darauf regte sich neben Zustimmung auch Kritik, sie sei auf eine solches Aufgabe nicht vorbereitet.

DPA / DPA