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Präsidentschaftswahl in Montenegro Amtsinhaber Vujanovic gilt als Favorit


In Montenegro wird gewählt. Gut eine halbe Million Bürger können zwischen Amtsinhaber und Regierungskandidat Filip Vujanovic und dem Oppositionsvertreter Miodrag Lekic entscheiden.

Bei der Präsidentschaftswahl in Montenegro ist am Sonntag der bisherige Amtsinhaber Filip Vujanovic als Favorit ins Rennen gegangen. In Meinungsumfragen verfügte er zuletzt über einen Stimmenanteil von 55 Prozent und lag damit zehn Prozentpunkte vor seinem Herausforderer, dem ehemaligen Außenminister und einzigen Oppositionskandidaten, Miodrag Lekic. Das Staatsoberhaupt hat in Montenegro weitgehend repräsentative Funktionen, die hauptsächliche Macht liegt beim Regierungschef.

Im Wahlkampf versprach Vujanovic, ein enger Verbündeter des Ministerpräsidenten Milo Djukanovic von der Demokratischen Partei der Sozialisten (DPS), die Bemühungen Montenegros um einen Beitritt zur Europäischen Union und zur #link;#http://www.stern.de/politik/ausland/nato-90283346t.html;Nato#-Militärallianz voranzutreiben. Das kleine Balkanland hatte im Juni 2012 Beitrittsgespräche mit der EU aufgenommen. Brüssel fordert von Montenegro vor allem eine unabhängige Justiz sowie entschiedene Maßnahmen gegen das organisierte Verbrechen und die grassierende Korruption. Vujanovic, der bereits seit 2003 im Amt ist, bewirbt sich um ein drittes fünfjähriges Mandat.

Etwa 511.000 Montenegriner sind stimmberechtigt. Die Wahllokale schließen um 20.00 Uhr. Mit ersten Ergebnissen wird gegen Mitternacht gerechnet. Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Montenegro, die 2006 ihre Unabhängigkeit von Serbien erklärte, zählt 680.000 Einwohner. Die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich in jüngster Zeit zusehends. Die Arbeitslosenrate liegt nach amtlichen Angaben bei 20 Prozent, die Staatsverschuldung beträgt 51 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, das monatliche Durchschnittseinkommen liegt bei 480 Euro.

ds/AFP AFP

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