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Präsidentschaftswahlen in Venezuela: Maduro wirft ehemaligen US-Botschaftern Mordkomplott vor

Die Wahlen in Venezuela stehen kurz bevor und der amtierende Präsident Nicolás Maduro wittert Sabotage auf allen Ebenen. Ehemaligen US-Botschaftern wirft er sogar einen Mordkomplott vor.

Der amtierende venezolanische Staatschef Nicolás Maduro hat zwei ehemaligen US-Botschaftern vorgeworfen, ein Mordkomplott gegen ihn initiiert zu haben. Ziel sei es, seinen Sieg bei den Präsidentschaftswahlen am kommenden Wochenende zu verhindern, sagte Maduro am Samstag in einer im Fernsehen verbreiteten Ansprache. In das Mordkomplott seien auch "rechtsgerichtete Kräfte aus El Salvador" verwickelt. Diese hätten bereits bezahlte Auftragskiller nach Venezuela geschickt, die ihn umbringen sollten.

"Ihr Ziel ist es, mich zu töten", sagte Maduro. "Sie wollen mich töten, weil sie wissen, dass sie freie und faire Wahlen nicht gewinnen können." Konkret nannte der amtierende Staatschef die Namen der ehemaligen US-Botschafter in Venezuela beziehungsweise bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Otto Reich und Roger Noriega. Diese hatten in der Vergangenheit mehrmals die Politik des linksgerichteten venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez kritisiert, der im vergangenen Monat an Krebs gestorben war.

Maduro wittert weitere Sabotage

Doch Maduro wittert auch auf anderen Ebenen Verschwörungen gegen seine Person. Am Freitag ließ er mehrere Personen festnehmen, denen er vorwarf, seine Wahlkampagne mit Hilfe von Stromausfällen sabotieren zu wollen. Details nannte er nicht, ordnete lediglich an, dass die Armee die Sicherheit der Elektroinstallationen schärfer überwachen muss.

Am 14. April werden die 29 Millionen Venezolaner den Nachfolger von Chávez bestimmen und damit entscheiden, ob dessen links-nationalistische Politik fortgeführt wird. Neben Maduro tritt der bürgerliche Oppositionsführer Henrique Capriles an. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, im Wahlkampf schmutzige Tricks anzuwenden. Umfragen zufolge hat Maduro einen Vorsprung im zweistelligen Prozentbereich vor Capriles.

kgi/AFP/Reuters / Reuters