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Proteste in Libyen: Vom Freitagsgebet zur Demo

In Libyen werden auch für heute (Freitag) erneute Demonstationen gegen Staatschef Muammar al-Gaddafi erwartet. Am Donnerstag kam es bereits zu blutigen Auseinandersetzungen, bei denen etwa 45 Menschen ums Leben kamen.

Nach blutigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Staatsmacht werden in Libyen heute (Freitag) neue Proteste erwartet. Aktivisten verbreiteten im Internet einen Aufruf für Demonstrationen gegen Staatschef Muammar al-Gaddafi, die nach dem Freitagsgebet beginnen sollten.

Nach Angaben aus Oppositionskreisen waren am Vortag landesweit etwa 45 Menschen von den Sicherheitskräften getötet worden. Auf Amateurvideos, die von Demonstranten ins Netz gestellt wurden, waren mehrere Leichen junger Männer zu sehen. Andere Aufnahmen zeigten Hunderte Demonstranten, die in der Mittelmeerstadt Tobruk ein Denkmal für das von Gaddafi verfasste "Grüne Buch" niederrissen, in dem der Revolutionsführer einst sein politisches Programm formuliert hatte.

mm/DPA / DPA
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