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Inflation in Russland Putin will, dass der Wodka billiger wird


Wodka ist Nationalgetränk in Russland. Damit die Menschen wegen der zu hohen Preise nicht selbst gefährlichen, eigenen Alkohol brennen, fordert Wladimir Putin eine Begrenzung des Preisanstiegs.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat von den Behörden eine Begrenzung des Preisanstiegs bei Wodka gefordert. Auf einem Treffen mit Vertretern der Regierung und der Gouverneure sagte Putin am Mittwoch, ein zu hoher Wodkapreis fördere die Schwarzbrennerei, und dieser Alkohol sei noch riskanter für die Gesundheit als der legal hergestellte.

Russland steckt wegen der westlichen Sanktionen, wegen des niedrigen Ölpreises und des Rubelverfalls in einer Wirtschaftskrise, die für seine Bürger viele Härten mit sich bringt. Die Begrenzung des Wodkapreises könnte daher auch den Zweck haben, die Popularität Putins in dieser Lage zu festigen.

Wodka ist eine Art Nationalgetränk der Russen, das oft exzessiv konsumiert wird. Internationale Studien haben ergeben, dass ein Viertel aller russischen Männer vor den 55. Lebensjahr stirbt. Der Alkoholkonsum hat daran einen großen Anteil.

Der staatlich regulierte Preis für einen halben Liter Wodka stieg im Laufe eine Jahres um etwa 30 Prozent auf 220 Rubel (3,34 Euro). Das Land steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise. Durch die Sanktionen und den Rubel-Preisverfall hat die Inflation zuletzt um zehn Prozent zugelegt. Außer Wodka sind Lebensmittel wie Käse (+30 Prozent) und Kartoffeln (+40 Prozent) deutlich teurer geworden.

jen/Reuters Reuters

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