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Ranghoher al-Kaida-Chef in Afghanistan US-Armee tötet angeblich Top-Terroristen


Schwerer Schlag gegen Al Kaida? Eine US-Drohne soll das Auto von Sheikh Fateh soll getroffen haben, der Terrorist sei tot, bestätigten Vertreter von pakistanischen Sicherheitskräften. Er soll im Mai im Machtgefüge des Terrornetzwerks an Position drei gerutscht sein, nachdem sein Vorgänger getötet worden war.

Den USA ist offenbar ein schwerer Schlag gegen die Führungsriege von al Kaida gelungen. Der Chef des Terrornetzwerks in Afghanistan und Pakistan sei beim Angriff einer US-Drohne im Nordwesten Pakistans ums Leben gekommen, sagten mehrere Vertreter der pakistanischen Sicherheitskräfte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Der Extremistenführer war den Angaben zufolge unter dem Namen Sheikh Fateh bekannt.

Der Extremistenführer kam bereits vergangenen Samstag im Stammesgebiet Nord-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan ums Leben, wie AFP aus pakistanischen Sicherheitskreisen erfuhr. Die US-Drohne habe Sheikh Fateh in einem Pick-Up-Truck getroffen, dabei seien auch zwei seiner drei Begleiter getötet worden. Am Samstag hatten die pakistanischen Sicherheitskräfte einen US-Drohnenangriff im Dorf Datta Khel nahe der Stadt Miranshah gemeldet, allerdings keine Namen bekannt gegeben.

Sheikh Fateh sei der al-Kaida-Chef für Afghanistan und Pakistan gewesen, hieß es nun. Der Ägypter war den Angaben zufolge im Mai auf seinen ebenfalls bei einem US-Drohnenangriff in Nord-Waziristan getöteten Landsmann Mustafa Abu el Jasid gefolgt. Jasid hatte im Machtgefüge von al Kaida an Nummer drei gestanden, war Gründungsmitglied des Terrornetzwerks und lange Zeit für die Finanzströme innerhalb der Organisation zuständig gewesen.

US-Armee hat Angriffe verstärkt

Der Nordwesten Pakistans, der aufgrund des bergigen Geländes und der Stammesstrukturen von der Regierung in Islamabad nur schwer zu kontrollieren ist, dient Aufständischen aus Pakistan und dem benachbarten Afghanistan als Unterschlupf. Auch die Führungsriege der al Kaida wird dort vermutet. Immer wieder greifen die USA mutmaßliche Stützpunkte von Islamisten mit unbemannten Flugzeugen an. Seit August 2008 starben mehr als 1100 Menschen bei mehr als 140 dieser Drohnenangriffe.

Der US-Geheimdienst CIA und die US-Armee haben die Angriffe auf pakistanischem Staatsgebiet im vergangenen Monat deutlich ausgeweitet. Alleine seit Anfang September kamen bei mehr als 20 Angriffen knapp 120 mutmaßliche Islamisten ums Leben. Auch am Dienstag flog eine US-Drohne eine Attacke gegen ein mutmaßliches Rebellenversteck im Dorf Zeba in Süd-Waziristan. Nach Angaben örtlicher Sicherheitskräfte starben vier Aufständische.

Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass die Ausweitung der Drohnenangriffe mit befürchteten Planungen für Terroranschläge in mehreren europäischen Ländern zusammenhänge. Der pakistanische Experte für Sicherheitsfragen Imtiaz Gul sagte, dass die CIA ihre Aufklärung in den Stammesgebieten offensichtlich verstärkt habe. "Al Kaida könnte in diesen Angriffen das hochrangige Personal verloren gehen", sagte der Buchautor der AFP.

ukl/AFP AFP

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