Rettungspaket Griechenland bittet EU und IWF um Finanzhilfen


Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat am Freitag um Finanzhilfen der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) gebeten. Papandreou sagte auf der Ägäisinsel Kastelorizo, er habe Finanzminister Giorgos Papaconstantinou gebeten, offiziell die Aktivierung des entsprechenden Rettungsplans anzufordern.

Das hoch verschuldete Griechenland beantragt Finanzhilfe bei EU und Internationalem Währungsfonds (IWF). Das Rettungspaket sei eine "nationale Erfordernis", sagte Regierungschef Giorgos Papandreou am Freitag in einer Fernsehansprache an die Nation. Er habe daher Finanzminister Giorgos Papakonstantinou beauftragt, alles Erforderliche in die Wege zu leiten. Papakonstantinou sollte am Freitag nach Washington aufbrechen, um sich dort am Samstag mit IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn zu beraten.

Griechenland hatte in den vergangenen Tagen mit der Europäischen Union und dem IWF über mögliche Hilfen in Höhe von bis zu 45 Milliarden Euro allein für dieses Jahr verhandelt. "Unsere Partner werden das Nötige tun, um uns einen sicheren Hafen zu bieten, wo wir unser Schiff wieder seetüchtig machen können", sagte Papandreou. Griechenland werde den Märkten die Botschaft senden, dass die Europäische Union den Euro schütze.

Griechenland leidet unter einer schweren Haushaltskrise: Das griechische Staatsdefizit lag nach neuen Angaben der EU-Statistikbehörde im vergangenen Jahr bei 13,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), 0,7 Punkte höher als bisher angegeben. Der Defizitwert von 13,6 Prozent ist der zweithöchste in der Eurozone.

AFP/APN

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