VG-Wort Pixel

Rüstungsindustrie China drängt in die Spitze der Waffenexporteure


USA und Russland sind unangefochten die größten Exportnationen der Rüstungsindustrie. Doch der chinesische Waffenexport boomt - im Gegensatz zum deutschen.

China hat seine Rolle im internationalen Waffenhandel gestärkt und gehört nun zu den vier größten Exporteuren weltweit. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag berichtete, überholte die Volksrepublik im Zeitraum zwischen 2009 und 2013 Frankreich und steigerte seinen Weltmarktanteil auf sechs Prozent. China liegt damit nun ganz knapp hinter Deutschland (sieben Prozent), aber noch weit hinter den USA (29 Prozent) und Russland (27 Prozent).

Größter Rüstungsimporteur ist mit riesigem Abstand Indien: Das Land führt inzwischen fast dreimal so viele Waffen ein wie die nächsten Rivalen China und Pakistan. Die Rüstungsimporte schnellten im Vergleich zu dem vorangegangenen Zeitraum 2004 bis 2008 um 111 Prozent in die Höhe.

Waffenhandel steigt weltweit

"Die chinesischen, russischen und US-amerikanischen Waffenlieferungen nach Südasien sind von wirtschaftlichen und politischen Überlegungen angetrieben", erklärte der Sipri-Forscher Siemon Wezeman. "Vor allem China und die USA scheinen die Lieferungen nach Asien zu nutzen, um ihren Einfluss in der Region zu stärken."

Weltweit stieg der Handel mit Rüstungsgütern um 14 Prozent. Deutschlands Ausfuhren gingen dagegen im Vergleich zu 2004 bis 2008 um fast ein Viertel zurück. Deutschland blieb aber zwischen 2009 und 2013 größter Lieferant von U-Booten und war nach Russland zweitgrößter Exporteur von Panzern. Größte Abnehmer der deutschen Rüstungsgüter waren zwischen 2009 und 2013 die USA (zehn Prozent), gefolgt von Griechenland und Israel (jeweils acht Prozent).

stb/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker