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Krieg in der Ukraine Russische Städte stellen Wegweiser zu Bombenschutzkellern auf

Angriff Kiew U-Bahn
Kiewer während eines russischen Angriffs in einer U-Bahn-Station. Die Haltestellen wurden auch deshalb in großer Tiefe gebaut, um als Luftschutzkeller zu dienen. 
© Daniel Leal / DPA
Das westrussische Belogrod ist bereits häufiger beschossen worden. Dort und in anderen russischen Städten sind die Behörden dabei, Luftschutzkeller auszuschildern. Darunter auch in einem 3000 Kilometer von der Ukraine entfernten Ort.

Ist das eine Art Schuldzuweisung, Vorbereitung auf den Ernstfall oder schlichter Übereifer? In mehreren russischen Städten sind vor dem Hintergrund des von Moskau begonnenen Angriffskriegs in der Ukraine Wegweiser zu Bombenschutzkellern aufgehängt worden. Das berichten mehrere Medien.

700 Luftschutz-Wegweiser in Belgorod

"In Rostow am Don wurde solch ein Wegweiser im Stadtzentrum aufgestellt", berichtete das Internetportal Mediazona. Vor allem Regionen nahe der ukrainischen Grenze sind von dieser behördlichen Maßnahme betroffen. Berichte gibt es auch aus den Städten Kursk, Belgorod und Brjansk.

In Belgorod, das rund 40 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt ist, sollen demnach bis Ende November 700 solcher Wegweiser angebracht werden. Die Stadt mit rund 350.000 Einwohnern ist seit Kriegsbeginn bereits mehrfach beschossen worden. Russland macht dafür die Ukraine verantwortlich. Die aber äußert sich in der Regel nicht zu solchen Vorwürfen.

In der westrussischen Gebietshauptstadt Brjansk wurden den Berichten zufolge die ersten Keller bereits seit August als Schutzunterkünfte ausgewiesen, ebenso wie in der im gleichen Gebiet liegenden Kleinstadt Klinzy.

Auch grenzferne Städte betroffen 

Doch nicht nur grenznahe Städte in Russland greifen zu Vorsichtsmaßnahmen. Besonders vorsorglich zeigten sich die Behörden der Großstadt Nowokusnezk, wo inzwischen ebenfalls Bombenschutzkeller und entsprechende Hinweisschilder aufgetaucht sind. Nowokusnezk liegt im Süden Sibiriens, gut 3000 Kilometer Luftlinie von der Ukraine entfernt.

nik DPA

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