Schwarzenegger trifft Bush "Mein lieber Freund"


Der frisch gewählte Gouverneur Schwarzenegger sah bei seinem ersten Treffen mit US-Präsident Bush nicht den richtigen Zeitpunkt für politische Anliegen. Er wollte lediglich einen Rat für seine neue Gouverneursrolle.

Arnold Schwarzenegger hat US-Präsident George W. Bush, den früheren Gouverneur von Texas, um Rat für seine neue Gouverneursrolle in Kalifornien gefragt. Dies gab der Hollywoodstar und frisch gewählte Gouverneur am Donnerstag im kalifornischen San Bernardino nach seinem halbstündigen Treffen mit Bush bekannt. Schwarzenegger beschrieb die private Unterredung als ein "sehr erfolgreiches Treffen". Es habe in erster Linie dazu gedient, ein gutes Verhältnis aufzubauen und Vertrauen zu schaffen. Er habe dem Präsidenten keine lange Liste mit konkreten Wünschen vorgelegt, sagte Schwarzenegger. "Das war noch nicht der richtige Zeitpunkt, das werde ich später tun."

Nach seinem Wahlsieg am 7. Oktober hatte Schwarzenegger angekündigt, dass er Bush um "viele Gefallen" bitten werde, etwa um Bundeshilfe für Kalifornien. Der bevölkerungsreichste Bundesstaat steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Im kommenden Haushalt fehlen mindestens acht Milliarden Dollar.

Bush sieht in Schwarzenegger eine starke Führungspersönlichkeit

Im Anschluss an ihre private Unterredung stellte Schwarzenegger den Präsidenten bei einer Kundgebung in San Bernardino als seinen "lieben Freund" vor. Bush sprach von einem "guten Treffen" und verwies scherzend auf Gemeinsamkeiten. "Einige Leute werfen uns beiden vor, dass wir die Sprache nicht gut beherrschen." Der frühere Schauspieler erklärte, er habe mit Bush über die großen Wirtschaftsprobleme des Westküstenstaates und die Schaffung von Arbeitsplätzen gesprochen. Mit George W. Bush habe Kalifornien einen großartigen Verbündeten in Washington, sagte Schwarzenegger zuversichtlich.

Bush, der am Donnerstag von Kalifornien aus seine Asien-Australien-Reise antrat, hatte für den Ex-Bodybuilder lobende Worte: «Arnold Schwarzenegger wird eine gute und starke Führungsperson für Kalifornien sein. Ich bin stolz darauf, ihn einen Freund nennen zu können.»


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