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Tierschutzorganisation Nowzad Soldat rettete hunderte Tiere – jetzt darf er sie aus Afghanistan befreien

Marine-Soldat Paul Farthing mit einem seiner Hunde
Marine-Soldat Paul Farthing mit einem seiner Hunde
© Nowzad
Gute Nachrichten für den britischen Soldaten Paul "Pen" Farthing: Nachdem er tagelang darum gekämpft hatte, das von ihm gegründete Tierheim evakuieren zu können, hat der britische Minister nun nachgegeben. Farthing darf seine Tiere nach Großbritannien ausfliegen.

Während seiner Dienstzeit in Afghanistan hatte der britische Soldat Paul "Pen" Farthing ein besonderes Erlebnis: Auf einem Ausflug im afghanischen Ort Nawzad sah er zwei Straßenhunde kämpfen und trennte die Tiere. Einer der beiden Hunde folgte ihm auf dem Rückweg.

Tierschutzorganisation "Nowzad": Hunderte Straßenhunde in Afghanistan versorgt

Farthing gab seinem tierischen Freund den Namen Nowzad und verbrachte die nächsten sechs Monate mit ihm. Als Farthing nach Großbritannien zurückkehren wollte, musste Nowzad natürlich mit – dabei kam dem Soldaten die Idee, dass sich wahrscheinlich noch viel mehr Soldaten in Afghanistan mit Hunden und Katzen angefreundet hatten: Er gründete seine eigene Tierschutz-Organisation "Nowzad".

Eine Frau mit einem der Nowzad-Hunde. Die Tierschutz-Organisation rettete tausende Tiere und bildete die ersten Tierärztinnen des Landes aus.
Eine Frau mit einem der Nowzad-Hunde. Die Tierschutz-Organisation rettete tausende Tiere und bildete die ersten Tierärztinnen des Landes aus.
© Nowzad

Inzwischen ist "Nowzad" zu einer großen Organisation angewachsen. Sie hat im Lauf der Zeit 1600 Tiere versorgt und laut eigenen Angaben landesweit erstmalig Frauen als Tierärztinnen komplett ausgebildet. Durch den Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan war das Tierheim nun gefährdet. Farthing appellierte daher seit Tagen an die Regierung, seine Mitarbeiter:innen und die Hunde und Katzen außer Landes bringen zu dürfen.

Soldat will hunderte Tiere aus Afghanistan retten – Regierung gibt endlich nach

Die tagelange Debatte hat nun endlich ihren Zweck erfüllt: Die britische Regierung hat Farthing einen Rettungsflug für Hunde und Katzen vom Flughafen der afghanischen Hauptstadt genehmigt. "Wenn er mit seinen Tieren kommt, werden wir einen Slot für sein Flugzeug finden", schrieb der britische Verteidigungsminister Ben Wallace am Mittwoch auf Twitter.

Farthing will nun mit einem gecharterten Flugzeug rund 140 Hunden und 60 Katzen zusammen mit seinen afghanischen Mitarbeitern und deren Familien die Ausreise ermöglichen. Bereits am Montag hatte die britische Regierung laut Farthing allen Mitarbeitern des Vereins "Nowzad" und ihren Familienmitgliedern Visa erteilt. Es handele sich insgesamt um 68 Menschen.

AFP

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