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Syrien Assads Truppe verwüsten Dorf


Das syrische Militär geht weiter hart gegen die Regimekritiker vor. Im Nordwesten des Landes sollen die Sicherheitskräfte von Regierungschef Baschar al Assad in ein Dorf vorgedrungen sein, um Oppositionelle aufzuspüren. Derweil gibt es neue Berichte von Deserteuren.

Auf der Suche nach Regimegegnern haben syrische Truppen ein Dorf im Nordwesten des Landes gestürmt. Geschützt von Panzern seien Regierungskräfte am Donnerstag in zehn gepanzerten Fahrzeugen und Geländewagen in die Ortschaft Iblin in der Region Dschebel al-Sawija gekommen. Das berichtete Rami Abdelrahman, Vorsitzender einer in Großbritannien ansässigen Büros für Menschenrechte in Syrien. "Es waren viele Schüsse zu hören, als die Truppen das Dorf stürmten", sagte er.

Regimegegner stellten am Donnerstag Videos ins Internet, die aus Iblin stammen sollen. Sie zeigen verbrannte Autos auf mehreren Straßen sowie Spuren von Blut und die Hülsen verschossener Munition.

In der Stadt Homs sind nach Angaben der Opposition am Mittwochabend 40 Soldaten desertiert. Sie seien zu den Regimegegnern übergelaufen, weil sie nicht länger den Befehlen ihrer Vorgesetzten folgen wollten, sagte ein syrischer Aktivist im Libanon der Nachrichtenagentur dpa. Dabei soll es zu heftigen Schusswechseln zwischen den Deserteuren und Soldaten, die zum syrischen Regime stehen, gekommen sein.

Berichte aus Syrien können seit geraumer Zeit nicht unabhängig überprüft werden, da das Regime ausländischen Journalisten die Arbeit nicht erlaubt.

DPA DPA

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