Terror in Mumbai Pakistan will Indien bei Aufklärung helfen


Pakistan hat zugesichert, Indien bei der Aufklärung der Terroranschläge von Mumbai zu unterstützen. Beim Besuch von US-Außenministerin Condoleezza Rice in Islamabad versprach Pakistans Staatschef Asif Ali Zardari eine "entschlossene Aktion" gegen die Hintermänner des Terrors. Inzwischen gibt es zwei konkrete Verdächtige.

Pakistan hat den USA eine "entschlossene Aktion" gegen die Hintermänner des jüngsten Terroranschlags in Mumbai zugesagt. Bei einem Besuch von US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte Staatspräsident Asif Ali Zardari am Donnerstag nach Angaben seines Büros, es werde nicht zugelassen, dass Pakistan als Ausgangspunkt für Anschläge missbraucht werde.

"Die Regierung wird die Ermittlungen nicht nur unterstützen, sondern gegen jedwede an den Angriffen beteiligten pakistanischen Elemente vorgehen", versichter Zardari. Der Anschlag von Mumbai werde auch als Gelegenheit betrachtet, die Bemühungen gegen den Terrorismus zu verstärken. Zardari versprach eine umfassende Zusammenarbeit mit den indischen Behörden. "Ich werde alles tun, was in meiner Macht liegt", versicherte der pakistanische Präsident.

Rice erklärte nach dem Gespräch, sie begrüße die Zusagen der pakistanischen Regierung im Kampf gegen den Terrorismus. Verantwortungsvolle Regierungen müssten sicherstellen, dass Terroristen nicht straffrei ausgingen. "Pakistan ist fest entschlossen sicherzustellen, dass sein Territorium nicht für Terrorangriffe genutzt wird", sagte Zardari dazu.

Auf dem Flug von Neu-Delhi nach Islamabad hatte die scheidende Ministerin zuvor eine "robuste Antwort" Pakistans auf die Ereignisse in Mumbai gefordert. Dort kamen bei Terrorüberfällen in der vergangenen Woche innerhalb von drei Tagen nach jüngsten Angaben 171 Menschen ums Leben. Bei seinem Treffen mit Rice in Neu-Delhi hatte Indiens Außenminister Pranab Mukherjee zudem erklärt, dass "es keinen Zweifel darüber gibt, dass die terroristischen Angriffe in Mumbai von Personen ausgeführt wurden, die aus Pakistan kamen und die von Pakistan aus gesteuert wurden".

Zwei Verdächtige im Visier

Als Drahtzieher des verheerenden Terrorüberfalls auf die indische Metropole vermuten die indischen Behörden zwei Anführer einer pakistanischen Extremistengruppe, wie am Donnerstag aus Geheimdienstkreisen in Neu-Delhi verlautete. Die Indizien deuteten auf Zaki-ur-Rehman Lakhvi und Yusuf Muzammil hin, sagte ein Gewährsmann, der anonym bleiben wollte. Beide gelten als führende Mitglieder der Untergrundorganisation Lashkar-e-Taiba.

Die pakistanische Regierung hatte in den vergangenen Tagen stets Vorwürfe Indiens zurückgewiesen, der Terror sei von Pakistan ausgegangen. stattdessen hatte sie kritisiert, dass Indien Geheimdienstinformationen zu dem Terrorüberfall vorenthalte - und so die Ermittlungen behinderte. Das Verhältnis der beiden Nachbarstaaten ist ohnehin angespannt wegen der Streitigkeiten um die Region Kashmir.

AP AP

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