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Tibetkonflikt: Dalai Lama schickt Gesandte nach Peking

Vertreter des Dalai Lama sind nach Angaben der tibetischen Exilregierung nach Peking unterwegs. Dort wollen sie mit der chinesischen Regierung zu Gesprächen zusammentreffen. Peking versucht so, den durch den Tibetkonflikt erlittenen Imageschaden zu begrenzen.

Die Vertreter würden am Samstag in China eintreffen, teilte die Exil-Regierung am Freitag im indischen Neu-Delhi mit. Es werde sich um kurze und informelle Gespräche handeln. Im Mittelpunkt stehe die aktuelle Krise in Tibet, hieß es weiter. Die Gesandten übermittelten die tiefe Sorge des Dalai Lamas über die Reaktion der chinesischen Regierung auf die Ereignisse und unterbreiteten Vorschläge über eine Befriedung der Himalaya-Region, hieß es.

Bisherige Versuche erfolglos

Unter internationalem Druck hat die Volksrepublik wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Sommerspiele eine neue Gesprächsrunde mit Vertretern des Dalai Lamas angekündigt. Bisherige Versuche blieben ohne Ergebnis. China wirft den Tibetern Separatismus vor. Der Dalai Lama verlangt mehr Autonomie für die Region. Bei den jüngsten Protesten in Tibet wurden nach Angaben der Exil-Regierung mehr als 130 Menschen getötet. Die chinesischen Sicherheitskräfte nahmen zudem mehr als tausend Menschen fest.

Reuters / Reuters
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