HOME

Tornados in den USA: Südstaaten beklagen mindestens 54 Tote

Tote und schwere Verwüstungen im Süden der USA: Eine unerwartet heftige Sturmfront mit Tornados, Regen und Hagel hat mehrere Bundesstaaten heimgesucht. Mindestens 54 Menschen sind ums Leben gekommen, weit über hundert wurden verletzt.

Heftige Winterstürme haben im Süden der USA mindestens 54 Menschen das Leben gekostet und schwere Schäden verursacht. In den Staaten Arkansas, Tennessee, Kentucky und Mississippi wurden über hundert Menschen verletzt, wie die Behörden berichteten.

Die Sturmfront am Abend des "Super Tuesday" bestand nach Angaben des Wetterdienstes aus mindestens sechs Tornados. Allein in Arkansas wurden nach Angaben der Behörden mindestens elf Menschen in den Tod gerissen, darunter ein Ehepaar und seine elf Jahre alte Tochter.

Einkaufszentrum brach zusammen

In der 3.000-Seelen-Gemeinde Atkins gingen Rettungskräfte von Tür zu Tür, um nach weiteren Opfern zu suchen. Das Rote Kreuz funktionierte ein Wahllokal zur Notstation für die Behandlung Verletzter um. Die Behörden in Tennessee berichteten von sieben Toten, in Kentucky gab es laut Polizei drei Todesopfer.

In Memphis brachten heftige Windböen Teile eines Einkaufszentrums zum Einsturz. Ein Mann kam dabei ums Leben, zwölf Menschen konnten aus den Trümmern gerettet werden, zwei davon mit schweren Verletzungen.

In der Nähe suchten mehrere Menschen Schutz unter einer Brücke und wurden von einem Fluss fortgerissen, wie Polizeisprecher Steve Cole erklärte. Sie konnten nahezu unverletzt geborgen werden. Schäden gab es auch am Schlafsaal der Union-Universität in Jackson. In Jackson (Tennessee) wurden nach einem CNN-Bericht 90 Menschen verletzt. "Die Rettungsteams werden die ganze Nacht durcharbeiten", sagte ein Sprechers des Gouverneurs in Arkansas. Im Jahr 2003 waren dort bei einem Tornado elf Menschen ums Leben gekommen.

Wahllokale teilweise geschlossen

In Mississippi riss die Sturmfront Stromleitungen zu Boden. Es habe Berichte über mehrere Verletzte gegeben, erklärte der Wetterdienst. In Arkansas blockierten Trümmerteile eine Autobahn. In Gassville befürchteten die Behörden nach dem Austritt von Gas eine Explosion. Berichte über Verletzte wurden zunächst nicht bestätigt, weil die Telefonleitungen tot waren. Von dem Unwetter wurden auch die Vorwahlen zur US-Präsidentenwahl in Tennessee leicht beeinträchtigt. Mehrere Wahllokale mussten aus Sicherheitsgründen vorzeitig geschlossen werden.

AP/DPA / AP / DPA