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US-Politik Trump fordert Impeachment für Mitt Romney - weil er ihm widersprochen hat

Mitt Romney und Donald Trump
Mitt Romney galt als Kandidat für Trumps Außenminister-Posten. Nun sind die beiden klar verfeindet
© Aude Guerrucci/EPA/DPA
Der Widerstand gegen Donald Trump wächst. Selbst Parteikollegen wie Mitt Romney äußern mittlerweile Kritik an der Ukraine-Affäre des Präsidenten. Nun schlägt der zurück: Man solle Romney des Amtes entheben, forderte er. Doch da gibt es einen Haken.

Die Ukraine-Affäre setzt Donald Trump immer mehr unter Druck. Nachdem der US-Präsident in einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Staatschef Informationen gegen den politischen Rivalen Joe Biden forderte, wollen ihn die Demokraten des Amtes entheben. Selbst aus der eigenen Partei wächst die Kritik. Mitt Romney hat damit nun die Wut des Präsidenten auf sich gezogen.

Als "falsch und abstoßend" hatte der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Republikaner Trumps Versuche bezeichnet, aus den internationalen Beziehungen der USA einen persönlichen politischen Vorteil zu ziehen. Trump hatte ihn daraufhin bereits als "Pompous Ass" (etwa: Wichtigtuer oder Schaumschläger) bezeichnet. Nun legte er bei Twitter nach.

Trump fordert Amtsenthebung

"Ich höre, die großartigen Menschen in Utah sehen ihre Wahl ihres aufgeblasenen Senators Mitt Romney als großen Fehler. Da stimme ich zu! Er ist ein Narr, der nur den nichtsnutzigen Demokraten in die Hände spielt", schreibt er bei Twitter. Und schließt den Tweet mit einer Aufforderung in Hashtag-Form ab: "#ImpeachMittRomney".

Der US-Präsident fordert, dass das gegen ihn vorbereitete Impeachment-Verfahren, also die Amtsenthebung, auch gegen Romney erfolgen soll. Doch das ist gar nicht möglich: US-Senatoren können nicht aus ihrem Amt enthoben werden, berichtet "The Hill". Sie könnten demnach nur in einigen US-Bundesstaaten wieder abgewählt werden. In Utah ist das aber nicht möglich. Sonst hätte Romney wohl schlechte Aussichten: Er wurde in einer Umfrage im Sommer in Utah als Senator mit der größten Ablehnung ermittelt.

Hauptsache austeilen

Trump dürfte es ohnehin nur darum gegangen sein, gegen Romney zu schießen. Minuten später antwortete er auf einen Tweeet von "Fox News"-Korrespondent Kevin Corke, der Romney als "den neuen Jeff Flake" bezeichnete, "Nein Kevin,  Flake ist besser." Flake war einer der ersten Republikaner, die Trump öffentlich widersprachen.

Und auch einige Stunden später schien Trump das Thema nicht los zu lassen. "Mitt, geh von der Bühne. Du hattest deine Chance" postete er gemeinsam mit einem Video. Darin werden Ausschnitte aus Romneys Wahlverlust gegen Barack Obama mit Trumps Wahlsieg gegenübergestellt. Für Donald Trump besteht die Welt eben aus Siegern und Verlierern.

Quellen: Twitter, The Hill

mma

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