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Präsidenten-Flugzeug: Trump verändert Farben der Air Force One - zum ersten Mal seit Kennedy

Die Verträge zum Bau der neuen Air Force One sind gerade erst unterschrieben - da prahlt Donald Trump schon mit der neuen Pracht-Maschine. Für die Lackierung hat der US-Präsident genaue Vorstellungen.

Donald Trump Air Force One

In diesen Farben wird die Air Force One seit vielen Jahren lackiert. Auf Wunsch von US-Präsident Donald Trump soll sich das bald ändern.

Picture Alliance

Donald Trump ist voll des Lobes für das nächste Modell der US-Präsidentenmaschine Air Force One: Sie wird "unglaublich" und "das beste Flugzeug der Welt" sein, wie der US-Präsident in einem am Dienstag vom Sender CBS ausgestrahlten Interview sagte.

Statt des bisherigen blau-weißen Farbschemas solle die Maschine künftig alle Farben der US-Flagge aufweisen: "Sie wird Rot, Weiß und Blau, was ich für angemessen halte", sagte Trump in dem bereits am vergangenen Wochenende aufgezeichneten Interview. Die Farben Blau und Weiß trägt die Air Force One seit der Präsidentschaft von John F. Kennedy.

So viel soll die neue Air Force One kosten

"Boeing hat uns einen guten Deal gemacht", sagte Trump mit Blick auf die nächste Maschine des US-Flugzeugbauers. "Aber ich habe gesagt, 'ich frage mich, ob wir weiter dieselben Farben in Babyblau nehmen sollen?' Und das werden wir nicht", sagte Trump.

Was in diesem Fall ein guter Deal ist, darüber kann man sich streiten. Die USA und der Flugzeugbauer Boeing haben den Kaufvertrag über die neue Maschine erst nach langem Hin und Her abgeschlossen. Für 3,9 Milliarden US-Dollar soll Boeing zwei der Flugzeuge auf Basis des Boeing-Jumbos 747-8 planen und bauen, wie das US-Verteidigungsministerium am Dienstagabend mitteilte. 

Eine fliegende Festung für Donald Trump

Trump hatte Boeing Ende 2016 wegen der zunächst geplanten Kosten von mehr als vier Milliarden Dollar kritisiert und gefordert: "Streicht die Order!" Boeing-Chef Dennis Muilenberg versprach danach: "Wir werden es für weniger schaffen." Ein Boeing-Sprecher sagte am Mittwoch, der Hersteller könne sich zu Preis und weiteren Details nicht äußern.

Ein Sprecher des Weißen Hauses hatte im Februar gesagt, die US-Steuerzahler würden dank Trumps Nachverhandlungen mehr als 1,4 Milliarden Dollar sparen. Öffentliche Schätzungen gehen allerdings nur von einigen hundert Millionen Dollar Ersparnis aus.

Die hohen Kosten entstehen vor allem dadurch, dass der Jumbo-Jet - eigentlich der zweitgrößte Passagierjet der Welt - für den US-Präsidenten zu einer fliegenden Festung umgerüstet wird. Eine normale 747-8 kostet laut Preisliste gut 400 Millionen Dollar.

Air Force One im Porträt

 

sve / DPA / AFP