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Umstrittene Verhörmethoden Künftiger CIA-Chef Brennan tolerierte "Waterboarding"


Menschenrechtler bezeichnen "Waterboarding" als Folter. Doch der designierte CIA-Chef John Brennan hat nichts unternommen, um diese Verhörmethode des US-amerikanischen Geheimdienstes zu stoppen.

Der designierte CIA-Chef John Brennan hat in der Vergangenheit keine Versuche unternommen, umstrittene Verhörmethoden des Geheimdienstes zu unterbinden. "Ich habe nicht versucht, das zu stoppen", sagte Brennan am Donnerstag bei einer Befragung im Geheimdienst-Ausschuss des Senat mit Blick auf Techniken wie das simulierte Ertränken (Waterboarding). Diese Methoden seien in die Verantwortung anderer CIA-Abteilungen gefallen. Privat habe er sie aber abgelehnt und dies auch gegenüber Kollegen deutlich gemacht, sagte Brennan.

2008 hatte Brennan nach Protesten von Menschenrechtlern eine erste Nominierung Obamas zurückgegeben. Im Mittelpunkt der Kritik standen damals Erklärungen Brennans über Waterboarding, das viele Menschenrechtler als Folter betrachten. Brennan ist Anti-Terror-Berater Obamas und arbeitete unter dessen Vorgänger George W. Bush schon einmal in der CIA-Führung. Trotz der Skepsis einiger liberaler Demokraten wurde nicht damit gerechnet, dass der Senat sich bei der Ernennung querstellen würde.

kgi/Reuters Reuters

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